Angriffe in Hormus

Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar

© pix4U - stock.adobe.com
Der Preis für Rohöl  ist am Mittwoch über 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Gaspreis kratzt an der 80-Euro-Marke. Jetzt wird alles teurer.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Grund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormuz. Der Preis für Erdgas stieg an der Börse in Amsterdam auf 78,50 Euro pro Megawattstunde (MWh) und liegt damit nur noch knapp unter der 80-Euro-Marke, so hoch wie nie seit Beginn des Iran-Kriegs. Nur 2022 war der Gaspreis noch höher.

Die Auswirkungen auf die Inflation werden sich rasch zeigen. An den Tankstellen steigen die Preise in Österreich bereits. Diesel kostet im Schnitt über 2,2 Euro, Super kratzt an der 2-Euro-Marke.

Aber alle Güter dürften durch die teurere Energie bald mehr kosten. Vor der kommenden Heizsaison ist die Eskalation im Iran-Krieg ein Fanal. Energie im Winter wird knapper - und teurer. Auch Strom wird teurer: Durch den Einsatz von Gaskraftwerken steigen zusätzlich die Strompreise.

Ruf nach Erneuerbaren-Ausbau

Die Energie-Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Elisabeth Zehetner (ÖVP), sieht die Lösung unter anderem darin, den Erneuerbaren-Ausbau zu forcieren, um weniger abhängig vom Import fossiler Energieträger zu sein. "Wir können solche Krisen nicht verhindern, aber wir können Österreich weniger abhängig und weniger verwundbar machen. Genau deshalb ist der Ausbau heimischer Energie nicht nur Klima-, sondern knallharte Wirtschafts- und Sicherheitspolitik."

Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormuz war in der Nacht aufs Neue eskaliert. Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon.

Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab. Zudem griffen die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormuz an.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden