Drohnen-Angriff
Putin: Deutschland hat Beweise fingiert
Es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
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"Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden", sagte Peskow. Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin warf Deutschland vor, die Vorwürfe auch nicht durch Argumente belegt zu haben. "Dass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich", sagte Peskow. Russland hatte stets bestritten, etwas mit der Leipziger Drohne zu tun zu haben. Moskau verwies vielmehr auf Kiew, das mit Stimmungsmache gegen Russland einen echten Nutzen ziehe aus dem hybriden Angriff.
Am späten Dienstagabend meldete sich der russische Präsident Wladimir Putin. Laut dem "Standard" warf Putin vor, dass Deutschland Beweise fingiert zu haben, um dem Kreml den Vorfall in die Schuhe zu schieben. Zudem möchte die Bundesregierung von innenpolitischen Problemen und den schlechten Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz ablenken, so Putin gegenüber Journalisten. Echte Beweise liefert der Kreml-Diktator nicht.
Moskau verweist auf Beginn des Zweiten Weltkriegs
Zuvor hatten der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) Russland verantwortlich gemacht für den Drohnenvorfall und Strafmaßnahmen angekündigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass Moskau Gegensanktionen ergreifen werde - wie bei früheren Fällen. Sie warf Deutschland vor, nur einen Vorwand gesucht zu haben, um etwa das Russische Haus in Berlin zu schließen.
In einem Beitrag bei Telegram fragte Sacharowa mit Blick auf den Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs durch Deutschland, ob die Regierung in Berlin das Datum zufällig gewählt habe. Teile der Moskauer Führung bezeichnen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch immer wieder als "Fritz", ein Schimpfwort für Deutsche mit Blick auf die faschistische Vergangenheit des Landes. Deutschland hatte am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg begonnen und dann im Verlauf auch die Sowjetunion, zu der Russland gehörte, überfallen.
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