Bei einer Pressekonferenz in Brüssel warnte O’Leary am Dienstag vor Preissteigerungen von zehn bis 20 Prozent im kommenden Jahr. Er rechnet sogar mit dem größten Anstieg der Flugpreise in Europa, den es je gegeben habe.
Hauptgrund sind die stark gestiegenen Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs. Viele Airlines haben sich laut O’Leary nur unzureichend gegen die höheren Treibstoffkosten abgesichert.
Ab April drohen höhere Kosten
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Ryanair steht derzeit noch vergleichsweise gut da: Die Fluglinie hat rund 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs bis März 2027 zu 67 Dollar pro Barrel abgesichert. Für das folgende Geschäftsjahr sind bisher allerdings nur 15 Prozent des Bedarfs zu 85 Dollar pro Barrel fixiert.
Auch bei anderen europäischen Airlines sieht O’Leary deshalb erhebliche Risiken. Steigende Treibstoffkosten könnten sich auf die Ticketpreise auswirken.
Weniger Flüge könnten Tickets zusätzlich verteuern
Neben den Kosten könnte auch ein kleineres Angebot die Preise nach oben treiben. O’Leary erwartet, dass Pleiten und Übernahmen bei Fluggesellschaften die Zahl der verfügbaren Sitzplätze in Europa verringern könnten.
Ryanair selbst streicht zudem im kommenden Winterflugplan in Belgien 20 Strecken und mehr als eine Million Sitzplätze. Hintergrund ist eine geplante Erhöhung der belgischen Flugsteuer von zwei auf sieben Euro ab Jänner.
Ob die Preise tatsächlich im angekündigten Ausmaß steigen, bleibt abzuwarten. O’Learys Prognose zeigt jedoch, dass Urlauber 2027 mit höheren Flugkosten rechnen müssen.
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