Schock in Dornbirn

Schon 300. Straftat! Intensiv-Teenies schlagen Senior nieder

Symbolbild eines Großeinsatzes
© APA/MAX SLOVENCIK
Gemeinsam begingen die beiden 13-Jährigen im Jahr 2026 über 300 Straftaten, blieben aufgrund ihrer Strafunmündigkeit bisher jedoch von Anklagen, Verurteilungen oder Untersuchungshaft verschont.
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Bregenz. Ein 72-jähriger Mann ist in der Nacht auf Dienstag in Dornbirn von zwei amtsbekannten 13-Jährigen brutal überfallen und ausgeraubt worden. Die beiden verfolgten ihn gegen 1.15 Uhr zu Fuß, griffen ihn von hinten an und schlugen und traten ihn nach Polizeiangaben äußerst brutal gegen Kopf und Oberkörper, auch als er bereits wehrlos am Boden lag. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus Dornbirn gebracht. Die Jugendlichen wurden laut Polizei eindeutig als Täter identifiziert.

Die beiden Verdächtigen sind demnach Intensivtäter, ein syrischer und ein in Österreich geborener deutscher Staatsbürger. Sie sind wegen zahlreicher Vermögens- und Gewaltdelikte amtsbekannt und begingen im Jahr 2026 gemeinsam über 300 Straftaten in Vorarlberg. Da sie noch nicht 14 und damit nicht strafmündig sind, wurden sie bisher weder angeklagt noch verurteilt oder in Untersuchungshaft genommen. Sie werden nach Ende der Befragungen in die Obsorge der Eltern entlassen.

Erneute Forderung nach Herabsetzung des Strafalters

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) erneuerte anlässlich des Vorfalls, der fassungslos mache, seine Forderung nach einer Herabsetzung der Strafmündigkeit. "Für 13-jährige Intensivtäter wie diese kann die Antwort nur noch die stärkste Konsequenz sein, nämlich eine zwangsweise Unterbringung. Dafür braucht es jetzt sofort den gesetzlichen Rahmen - eine Verzögerungstaktik oder ein einfaches 'Nein' der Justizministerin ist nach einem Vorfall wie diesem für mich nicht akzeptabel." Wer so ein Problem ignoriere, gefährde die öffentliche Sicherheit. "Leider ist es so, dass immer zuerst etwas Schlimmes passieren muss, bis reagiert wird", so Wallner.

Für Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sagte, er sei in engem Austausch mit Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ), "um konsequente Maßnahmen im Kampf gegen die Jugendkriminalität voranzutreiben. Ich halte gefängnisähnliche Aufenthalte von unter 14-Jährigen für absolut notwendig - denn jugendliche Intensivtäter müssen klare Konsequenz spüren", bekräftigte er.

Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls und Personen, denen im Vorfeld oder nach der Tat verdächtige Jugendliche aufgefallen sind, sich direkt mit dem Landeskrim

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