Drama um F1-Zaren
Schrotflinte im Privatjet: Bernie Ecclestone dementiert Festnahme
Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat Berichte über eine angebliche Festnahme bei der Einreise nach Portugal entschieden dementiert. Gegenüber der britischen Nachrichtenagentur PA stellte der Milliardär klar, dass die Gerüchte über seine Verhaftung völlig aus der Luft gegriffen seien. Er bestätigte jedoch einen Zwischenfall mit den portugiesischen Behörden: Im Gepäck seines Privatflugzeugs befand sich tatsächlich eine Schrotflinte, für die er bei der Ankunft keine ausreichenden Einfuhrdokumente vorweisen konnte. Dies führte zu einer längeren Diskussion mit den Beamten vor Ort.
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Der Vorfall ereignete sich auf einem Flugplatz für Privatflugzeuge in der Nähe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Ecclestone war zuvor aus der Schweiz angereist. Der Grund für das Mitführen der Schusswaffe war sportlicher Natur: Der passionierte Schütze wollte in Portugal an einem Wettbewerb im Tontaubenschießen teilnehmen. Bei der Einreisekontrolle stellte sich jedoch heraus, dass er die notwendigen Dokumente für die Einfuhr der Waffe nach Portugal im Vorfeld nicht ordnungsgemäß organisiert oder vergessen hatte.
Waffe musste beim Zoll zurückgelassen werden
Die fehlenden Papiere riefen umgehend die portugiesischen Zollbeamten sowie die zuständige Polizei auf den Plan. Es folgte eine ausführliche Diskussion über die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Waffentransport im internationalen Luftverkehr. Da die Einfuhrbestimmungen in Portugal wie in fast allen europäischen Ländern äußerst streng sind, durfte Ecclestone die Waffe nicht mit ins Land nehmen. Er musste die Schrotflinte schließlich bei den Behörden zurücklassen, um die Einreise fortsetzen zu dürfen.
Der britische Geschäftsmann betonte ausdrücklich, dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer vorübergehenden Festnahme oder einer formellen Festhaltung durch die Exekutive gekommen sei. Nach der Klärung des Sachverhalts und der Sicherstellung der Waffe durch den Zoll konnte der ehemalige Rennsport-Manager seine Reise wie geplant fortsetzen. Die portugiesische Flughafenpolizei hielt sich zu dem Vorfall bedeckt, es kam jedoch zu keiner Anzeige wegen illegalen Waffenbesitzes, da es sich offensichtlich um ein reines bürokratisches Versäumnis handelte.
Erinnerungen an echten Vorfall in Brasilien
Dass die Nachricht über eine angebliche Festnahme weltweit so schnell die Runde machte, liegt auch an der Vorgeschichte des F1-Zaren. Vor rund vier Jahren war er tatsächlich an einem Flughafen im Ausland festgenommen worden. Damals stoppten ihn Sicherheitskräfte am Flughafen von São Paulo in Brasilien, als er an Bord seines Privatjets gehen wollte, um in die Schweiz zu reisen. In seinem Koffer wurde damals eine Pistole gefunden, für die er keine Tragegenehmigung besaß.
Nach einer Nacht im Gewahrsam und der Zahlung einer empfindlichen Kaution durfte er damals die Heimreise antreten. Jener Vorfall in Brasilien, den Ecclestone später als "albernen, winzigen Vorfall" bezeichnete, sorgte nun wohl dafür, dass die Medien bei dem aktuellen Missverständnis in Portugal sofort von einer erneuten Verhaftung ausgingen. Dieses Mal handelte es sich jedoch um einen weitaus harmloseren Vorfall rund um ein sportliches Tontaubenschießen, der ohne Handschellen gelöst werden konnte.
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