Tödlicher Streit

Schülerin und Hausmeister bei Schul-Bluttat getötet

Zwei Polizisten stehen vor einem Schultor neben einem Polizei- und Feuerwehrfahrzeug.
© APA/dpa/Manuel Genolet
Schock an einer Privatschule in Brandenburg: Bei einer Gewalttat sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 19-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen.
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Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag auf dem Campus der Docemus-Privatschule in Gosen-Neu Zittau. Gegen 13.45 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, kurz darauf rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus.

Bei den Todesopfern soll es sich laut "Märkischer Allgemeiner" um eine 18-jährige Schülerin und einen 30-jährigen Hausmeister handeln. Nach bisherigen Informationen soll der Hausmeister beim Versuch ums Leben gekommen sein, den mutmaßlichen Täter aufzuhalten.

Wie viele weitere Menschen verletzt wurden, war zunächst noch unklar.

19-Jähriger festgenommen

Die Polizei nahm einen 19-jährigen Deutschen vorläufig fest. Nach Medienberichten soll er der Ex-Freund der getöteten Schülerin sein. Ob der Tatverdächtige derzeit die Schule besucht oder dort früher Schüler war, ist bislang nicht bekannt.

Auch der genaue Ablauf der Tat ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Medienberichten zufolge könnte ein Messer eingesetzt worden sein. Die Polizei hat sich dazu bislang nicht offiziell geäußert.

Schule weiträumig abgesperrt

Nach der Festnahme des Tatverdächtigen gingen die Behörden zunächst nicht von einer weiteren Gefahr für Schüler und Lehrkräfte aus. Das Schulgelände blieb dennoch weiträumig abgesperrt.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch zwei Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. Ermittler in Schutzanzügen sicherten am Tatort Spuren.

Eine Person im weißen Schutzanzug steht vor einem Gebäude mit Privatgrundstück-Schild.
© APA/dpa/Manuel Genolet

Am frühen Abend befanden sich noch zahlreiche Schüler auf dem Campus. Ein Teil von ihnen wartete in der Turnhalle darauf, von ihren Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten abgeholt zu werden.

Zahlreiche Notfallseelsorger kümmerten sich um Schüler und Angehörige. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich "tief betroffen". Die Tat "erschüttert unser gesamtes Land", erklärte er. Schulen sollten ein sicherer Ort für junge Menschen sein – nun sei eine Schule zum Tatort einer "unfassbaren Gewalttat" geworden.

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