Reifeprüfung
Schule macht Feminismus zum neuen Maturafach
Am Reithmanngymnasium in Innsbruck können Schüler:innen im Themenbereich "Feminismus" bald mündlich maturieren. Im Wahlmodul "We should all be feminists" (dt. Wir sollten alle Feministen sein) setzen sich die Jugendlichen mit Themen wie dem weiblichen Körper, toxischer Männlichkeit oder kritischen Beziehungsanalysen auseinander. Eine der ersten Aufgaben des Moduls lautet laut "Kurier"-Bericht, zu jedem Buchstaben des Alphabets einen passenden Begriff zu finden – von "A wie Autonome Frauenhäuser" über "B wie Beziehungsgewalt" bis hin zu "C wie Catcalling". Bereits seit fünf Jahren wird Feminismus an der Tiroler Schule als Wahlmodul angeboten, ab sofort gibt es das Fach jedoch in einem aufbauenden Zweiermodul.
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Feminismus wird zum Maturafach
Durch diese Umstellung wird das Fach an der Schule maturabel. Die Lehrerin und Mitgründerin des Feminismus-Moduls, Anja Duschek, rechnet in den nächsten Jahren mit den ersten Prüfungen: "Im Schuljahr 2027/28 wird es voraussichtlich auch die erste Schülerin oder den ersten Schüler geben, die/der in Feminismus maturiert", kündigt sie gegenüber dem "Kurier" an. Ganz neu ist die Idee in Österreich allerdings nicht: Auch am Amerlinggymnasium in Wien ist eine mündliche Matura in Feminismus laut einem "ZiB"-Bericht bereits seit einigen Jahren möglich.
In den Modulen sprechen die Jugendlichen offen über eigene Erlebnisse. Viele Kinder würden von ihren eigenen Erlebnissen sprechen – so sei dieser Unterricht zum Safe-Space geworden, so Duschek. Die Schülerinnen und Schüler würden dabei erkennen, dass auch andere ähnliche negative Erfahrungen gemacht haben. Es gehe vor allem darum zu verstehen, dass dies nicht ihr persönliches Problem sei, sondern daran liege, dass das Patriarchat ein System ist.
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