"Erntemond", "Getreidemond", "Gerstenmond", "Ährenmond" oder "Fruchtmond" – kaum ein anderer Vollmond trägt so viele unterschiedliche Bezeichnungen. Die Namen stammen aus verschiedenen Kulturen und erinnern daran, wie eng der Mond früher mit Landwirtschaft und Natur verbunden war.
Besonders bekannt ist der Name "Störmond". Die Bezeichnung geht auf indigene Völker Nordamerikas zurück. In den Großen Seen konnten Störe im August besonders gut gefangen werden. Der Vollmond dieser Zeit wurde deshalb zum "Sturgeon Moon", auf Deutsch "Störmond".
In Europa standen dagegen die Ernte und die Felder im Mittelpunkt. Der August war die Zeit, in der Getreide eingebracht wurde. Der Vollmond galt dabei auch als zusätzliches Licht für die Arbeit auf den Feldern.
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Vollmond am 28. August
In Österreich erreicht der Mond am 28. August um 6.18 Uhr seine volle Phase. Rund um diesen Zeitpunkt erscheint er nahezu vollständig beleuchtet. Besonders eindrucksvoll kann er wirken, wenn er tief über dem Horizont steht.
Dass der Mond kurz nach seinem Aufgang oder kurz vor seinem Untergang besonders groß erscheint, hat allerdings nichts mit einer tatsächlichen Größenveränderung zu tun. Dahinter steckt die sogenannte Mondtäuschung: Unser Gehirn nimmt den Mond nahe dem Horizont größer wahr, obwohl sich seine Größe am Himmel nicht verändert.
Auch eine rötliche oder orangefarbene Färbung ist möglich. Steht der Mond tief, muss sein Licht einen längeren Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen. Dabei werden bestimmte Lichtanteile stärker gestreut – der Mond kann dadurch deutlich wärmer und rötlicher wirken.
Früh aufstehen lohnt sich
Noch spannender wird es in der Nacht auf Freitag: Am 28. August 2026 findet eine partielle Mondfinsternis statt, die auch von Österreich aus teilweise beobachtet werden kann.
In Wien beginnt die eigentliche partielle Phase um 4.33 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond noch rund 13 Grad über dem west-südwestlichen Horizont. Die stärkste von Wien aus sichtbare Verdunkelung wird um 6.08 Uhr erreicht.
Lange bleibt dafür allerdings nicht Zeit: Bereits um 6.12 Uhr geht der Mond in Wien unter. Wer das Schauspiel beobachten möchte, braucht deshalb freie Sicht in Richtung Westsüdwest und sollte möglichst früh einen geeigneten Beobachtungsplatz aufsuchen. Der Österreichische Astronomische Verein weist ebenfalls darauf hin, dass vor allem die Phase zwischen etwa 4.30 und 5.30 Uhr gut beobachtbar ist.
Der eigentliche maximale Zeitpunkt der weltweiten Finsternis liegt für Österreich bereits unter dem Horizont. Zu sehen ist hier also nur ein Teil des gesamten Ereignisses.
Ein Himmelsschauspiel mit langer Geschichte
Die vielen Namen des August-Vollmonds erzählen davon, wie Menschen den Mond früher als natürlichen Kalender nutzten. Er markierte Erntezeiten, gab Orientierung und war Teil des täglichen Lebens.
Heute sind diese Bezeichnungen vor allem eine Erinnerung an diese Tradition. Am frühen Morgen des 28. August bekommt der August-Vollmond in Österreich aber noch eine zusätzliche Besonderheit: Er verschwindet während einer partiellen Mondfinsternis langsam unter dem westlichen Horizont.
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