TV-Star ganz persönlich

Sylvie Meis: "Wünsche mir wieder eine große Liebe"

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Als Star-Gast bei den MADONNA Beauty Days verrät Sylvie Meis ihre Beauty- und Businessgeheimnisse. Wir haben vorab mit der Moderatorin und Influencerin ganz privat 
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Eleganz, Energie, Erfolg – dafür steht Sylvie Meis seit vielen Jahren. Ihre Karriere führte die gebürtige Niederländerin vom Fernsehen über große Unterhaltungsformate bis in die digitale Welt, wo sie inzwischen 1,3 Millionen Menschen mit ihren Looks und Erlebnissen begeistert. Als Moderatorin von "Love Island" ist sie einem breiten Publikum bekannt, daneben prägen zahlreiche Markenkooperationen ihren Weg. Beauty bedeutet für die 48-Jährige dabei weit mehr als ein perfekter Look: Sie verbindet Schönheit mit Selbstbewusstsein, Gesundheit und einem natürlichen Umgang mit dem Älterwerden. Mit MADONNA sprach der Star-Gast der diesjährigen Beauty Days über Selbstbewusstsein, Longevity, Liebe und ihre Brustkrebserkrankung als prägende Erfahrung in ihrem Leben.

Die gebürtige Niederländerin teilt ihre Storys mit 1,3 Millionen Followern. © Meis Media
“Ich fühle mich heute viel wohler in meiner Haut als früher.”

Sylvie Meis

Bei den MADONNA Beauty Days dreht sich alles um Schönheit. Wie hat sich Ihre Sicht auf das Thema in den letzten Jahren verändert?

Sylvie Meis: Meine Sicht auf Schönheit hat sich natürlich über die Jahre verändert – auch unter dem Einfluss von Social Media. Wir werden einfach von dem geprägt, was wir sehen, aber auch durch den Prozess des Älterwerdens. Obwohl ich immer eine Leidenschaft für Beauty, Make-up und Trends hatte, bin ich mit dem Alter natürlicher geworden. Ich finde aber auch, dass Social Media für Aufklärung sorgt und auch dort der Trend in Richtung Natürlichkeit geht: schöne, natürlich aussehende Haut und ein frischer Look statt der schweren Make-up-Looks, die es früher auf Instagram gab.

Gibt es etwas, das Sie heute an sich schöner finden als vor 20 Jahren?

Meis: Ich fühle mich heute viel wohler in meiner Haut als früher. Sport, gesunde Ernährung und das Wissen, was mir guttut, ergeben ein stimmiges Ganzes. Durch meinen Beruf kenne ich meine Stärken besser. Ich bin selbstbewusster und angekommen.

Waren Sie denn als junges Mädchen unsicher?

Meis: Ich war tatsächlich sehr unsicher. Ich hatte sogar eine Phase in meiner Teenagerzeit, in der ich wirklich Angst hatte, an einer großen Gruppe Menschen vorbeizulaufen. Aus Unsicherheit über mein Aussehen. Ich war mir zum Beispiel immer unsicher über meine Nase, weil die so ein bisschen hochgeht. Was jetzt eigentlich als Beauty-Ideal gesehen wird, wofür Menschen sogar zum Schönheitschirurgen gehen. (lacht) Ich hatte auch Akne, die ganz normalen Hautprobleme als Teenager eben. Heute sage ich jungen Menschen: Solche Phasen sind normal! Aber sie sollten die schönen Momente, die wir mit Freunden oder der Familie erleben, nicht überschatten. Der Druck durch Social Media ist heute vermutlich noch größer als damals bei uns, als wir nur von Zeitschriften und Fernsehen beeinflusst waren.

Als junges Mädchen war die Beauty sehr unsicher, erzählt Sylvie Meis. © Meis Media

So erlangte die TV-Beauty ihre Selbstsicherheit

Wodurch haben Sie Ihre Unsicherheit schließlich verloren?

Meis: Das ist nicht von einem Tag auf den anderen geschehen. Das kommt auch mit dem Älterwerden. Man baut langsam Selbstvertrauen auf, bekommt plötzlich eine Kraft, die man in sich selbst spürt. Und eine gewisse Zufriedenheit, die man einfach entwickeln muss, weil das Leben viel zu schön ist, um nicht zu schätzen, was man eigentlich hat.

Inzwischen sind Sie nicht nur ein TV-, sondern auch ein Social Media-Star mit 1,3 Millionen Followern. Waren Sie von Anfang an von diesem Medium überzeugt?

Meis: Nein. Als Instagram so um 2013 groß wurde, standen wegen der Schlagzeilen ständig Paparazzi vor meiner Tür. Das Letzte, was ich wollte, war noch mehr Öffentlichkeit! Deshalb habe ich die erste Welle wirklich verpasst. Freund:innen haben mich dann aber ermutigt und gesagt, dass ich mir das als Plattform nicht entgehen lassen sollte. Als es dann 2015 etwas ruhiger war in meinem Leben, habe ich gedacht: "Okay, dann mache ich das jetzt einfach mal." Die beste Entscheidung, obwohl man ja damals noch gar nicht wusste, dass es sich um das größte Marketing Tool der Welt handelt.

“Ich möchte ja auch Seiten zeigen, die auf einem perfekten Foto nicht zu sehen sind.”

Sylvie Meis

Eines, das Sie perfekt nutzen. Wie lautet Ihr Social Media-Erfolgsgeheimnis?

Meis: Wir sind ein Team von fünf. Partnerschaften, Verträge und Kollektionen brauchen Planung... Wir besprechen regelmäßig neue Ideen. Für "Love Island" haben wir etwa vor Ort mehr Mini-Vlogs, Reels und Einblicke hinter die Kulissen produziert. Ich möchte ja auch Seiten zeigen, die auf einem perfekten Foto nicht zu sehen sind.

Wie Sie sagen, haben Sie viele Kooperationspartner. Was ist für Sie ausschlaggebend, eine Kooperation einzugehen und für ein Produkt mit Ihrem Namen und Gesicht zu stehen?

Meis: Sie müssen zu hundert Prozent zu mir passen. Geld allein ist kein Grund: Ich muss das Produkt, die Marke oder das Konzept wirklich mögen. Das gilt für Beauty, Brillen, Mode, das Casino Baden-Baden oder "Love Island", das ich schon vor dem deutschen Start mochte. Ich habe immer aus Begeisterung "Ja" zu Projekten gesagt. Nun bin ich gespannt, wie die ARD-Serie "Die Friesenjunkies", in der ich erstmals eine Serienhauptrolle spiele, beim Publikum ankommt. Ich würde mich auch über weitere Schauspielprojekte freuen. Aber über andere Vorhaben spreche ich erst, wenn sie feststehen.

Zusammen mit ihrem Team arbeitet Meis täglich an ihrem Social Media-Auftritt. © Meis Media

Meis über Stress, Freiheit und ihren 50er

Ist Ihr Alltag bei so vielen Projekten nicht sehr stressig?

Meis: Doch! (lacht) Moderation, Reisen, kurzfristig neue Texte, Content und wenig Schlaf können Druck machen. Mein Team hält mir aber den Rücken frei, damit ich im entscheidenden Moment präsent sein kann. Es ist eine Art von Stress, die auch Freiheit und Leichtigkeit mit sich bringt. Ich wollte ja immer ein abenteuerliches Leben.

Stichwort "Leben und langes Leben": Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Longevity, das derzeit in aller Munde ist?

Meis: Total, das ist mein Hobby. Ich interessiere mich für Sport, Muskelaufbau, Ernährung und Supplements. Ich esse möglichst wenig Zucker und Kohlenhydrate und achte auf Protein, gesunde Fette und Ballaststoffe. Mit 18 dachte ich, fast 50 zu sein bedeutet, alt zu sein. Heute fühle ich mich stärker und energiegeladener als früher. Es ist schön zu wissen, dass man auch später noch etwas für sich verändern und andere Frauen damit inspirieren kann.

Macht Ihnen der bevorstehende 50. Geburtstag etwas aus?

Meis: Fragen Sie mich in eineinhalb Jahren noch einmal! (lacht) Mein Bruder ist gerade 50 geworden und hat gesagt, dass ihn die Vergänglichkeit des Lebens emotional macht. Ich verstehe das. Diese Fragen – was war, was will ich noch? – hatte ich allerdings schon mit 31, als ich Brustkrebs bekam. Deswegen, diese Momente, die viele dann vielleicht mit 50 bekommen, habe ich schon längst gehabt.

Vor 17 Jahren erhielt Meis die Brustkrebs-Diagnose. Mit dem Haarverlust durch die Chemotherapie ging sie offen um. © Getty Images
“Vor meinen halbjährlichen Kontrollen, auch nach 17 Jahren, bin ich nervös.”

Sylvie Meis

Sie haben vor 17 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhalten, den Krebs zum Glück besiegt – ist die Angst vor der Krankheit dennoch ein ständiger Begleiter geblieben?

Meis: Respekt auf jeden Fall. Vor meinen halbjährlichen Kontrollen, auch nach 17 Jahren, bin ich nervös. Aber danach lasse ich das Gefühl wieder los. Im Brustkrebsmonat Oktober gebe ich natürlich viele Interviews darüber, weil mir das Thema so wichtig ist – da kommen dann schon Erinnerungen hoch, die mich manchmal traurig machen. Aber dennoch lasse ich mich keineswegs von Angst leiten.

Sie haben die Behandlung nach außen sehr stark durchgestanden. Wie schwer war diese Zeit für Sie?

Meis: Ich habe funktioniert, weil ich musste und wollte. Mein Sohn war drei Jahre alt. Ich wollte arbeiten, für meine Familie stark sein und kein Mitleid. So kam ich durch diese schwere Zeit. Darauf bin ich heute stolz.

Warum engagieren Sie sich weiterhin für das Thema Brustkrebs?

Meis: Ich möchte anderen Frauen zeigen, dass sie nicht allein sind, und Aufmerksamkeit schaffen. Vielleicht hört jemand meine Geschichte, bemerkt etwas an sich und geht zum Arzt, statt es abzutun, weil sie sich für zu jung hält. Kylie Minogues Erkrankung und die meiner Mutter hatten mich sensibilisiert. Frauen schreiben mir, meine Geschichte habe sie zur Untersuchung bewegt und ihnen geholfen. Das bedeutet mir alles.

Stolz macht sie vor allem ihr 20-jähriger Sohn Damian aus der Ehe mit Fußballer Rafael van der Vaart. © Instagram

Sylvies Kampf gegen den Krebs

Sie haben damals durch die Therapie Ihre Haare verloren. Haben diese heute gerade deshalb eine besondere Bedeutung für Sie?

Meis: Ja. Als sie wieder gewachsen sind, fühlte sich jeder Zentimeter wie ein Stück Leben an. Ich habe mich zwar mit kurzen Haaren auch kraftvoll und weiblich gefühlt; die positiven Reaktionen gaben mir Mut. Aber wenn man einmal kahl war, schätzt man das Bürsten und Stylen langer Haare besonders. Deshalb bedeutet mir die Zusammenarbeit auch im Bereich Haarpflege so viel.

Wie sieht denn allgemein Ihre Beauty-Routine aus, wenn Sie wenig oder viel Zeit haben?

Meis: Wenn es schnell gehen muss, dusche ich, pflege meine Haut, schminke mich leicht und mache ein paar Wellen ins Haar. Dafür brauche ich etwa 45 bis 60 Minuten. Mit mehr Zeit nutze ich zu Hause einen LYMA-Laser und mache Haare und Make-up selbst. Vor großen Events und Auftritten übernehmen meist Profis; da kann die Vorbereitung mit allem Drum und Dran schon mal drei Stunden dauern. Aber das gehört zu meinem Business dazu.

Ein großes Thema ist für Frauen Ende 40 die Menopause. Wie gehen Sie mit dem Thema um? Nervt es Sie ein bisschen, das jetzt so viel darüber gesprochen wird?

Meis: Das nervt mich überhaupt nicht! Die Chemotherapie hat bei mir ja schon mit 31 eine künstliche Menopause ausgelöst; und wegen der anschließenden Hormontherapie bin ich nicht wieder herausgekommen. Anfangs hatte ich Hitzewallungen und manchmal schlechten Schlaf. Insgesamt hatte ich jedoch Glück und wenige Nebenwirkungen. Aber damals hat ja noch kaum jemand darüber offen gesprochen. Erst jetzt habe ich verstanden, dass auch plötzliches Nervössein, das ich damals kannte, damit zusammenhängen kann. Deshalb sind ja offene Gespräche darüber so wichtig, dass sich Frauen weniger allein fühlen in dieser Phase.

45 Minuten braucht Meis für eine schnelle Beauty-Routine. © Meis Media
“Manchmal vermisse ich einen Menschen, mit dem ich Erlebnisse auf eine andere Weise teilen kann als mit Freunden.”

Sylvie Meis

Haben Sie sich während der Behandlung damals oft allein gefühlt?

Meis: Ja. Damals gab es keine Online-Erfahrungsberichte zu Perücken, Operationen oder nachwachsenden Haaren. Vieles musste ich selbst herausfinden. Gleichzeitig wollte ich mein positives Mindset schützen und nicht nach allem googeln, was passieren könnte. Meine Fragen habe ich meinem Onkologen gestellt. Er schätzte meine Aussichten unter der Voraussetzung einer Chemotherapie als sehr gut ein. Daran habe ich mich gehalten: "I will survive!" Trotzdem glaube ich, dass ich mich mit den heutigen Möglichkeiten weniger allein gefühlt hätte.

Ihr Sohn Damian ist heute 20. Was möchten Sie ihm mitgeben?

Meis: Ich hoffe, ich habe ihm ein modernes Frauenbild vorgelebt: eine unabhängige Mutter, die ihren eigenen Weg und ihre Träume verfolgt. Er soll wissen, dass Ziele und Disziplin genauso von Mama kommen können wie von Papa. Wenn Chancen fehlen, muss man versuchen, sie sich zu schaffen. Bei mir hat auch nicht alles sofort geklappt.

Sie haben in Interviews gesagt, Sie seien Single und glücklich. Welche Rolle spielt Liebe in Ihrem Leben?

Meis: Ich bin Single und liebe mein Leben, meinen Job, meine Familie und mein Team. Wir lachen viel miteinander. Manchmal vermisse ich dennoch einen Menschen, mit dem ich Erlebnisse auf eine andere Weise teilen kann als mit Freunden. Ich wünsche mir wieder eine große Liebe, wenn der Richtige kommt. Ich glaube daran, mich wieder verlieben zu können. Als Moderatorin von "Love Island" wäre es auch schlimm, wenn ich nicht an die Liebe glauben würde. (lacht)

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