Gesundheit

Trump wird 80: Wie krank ist der US-Präsident wirklich?

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Präsident mit Altersschwäche: Donald Trump wird 80
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Eine Art Superman mit überragender geistiger und körperlicher Fitness - so präsentiert sich US-Präsident Donald Trump. Zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag wachsen bei manchen allerdings die Zweifel, ob er seinen Aufgaben körperlich wie mental gewachsen ist. Trumps Leibarzt Sean Barbabella bescheinigte ihm kürzlich nach dem jährlichen Gesundheitscheck eine "exzellente Gesundheit". Unabhängige Mediziner äußern hingegen Zweifel.

Der Präsident sei "vollumfänglich fähig, alle Pflichten als Oberbefehlshaber der Armee und als Staatschef wahrzunehmen", erklärte Barbabella. Ganz anders sehen dies unabhängige Mediziner: 36 Neurologen, Psychiater und andere Ärzte forderten im Frühjahr Trumps Amtsenthebung. "Abschweifende Sprache", "unerklärliche plötzliche Kurswechsel in strategischen Fragen" und "großspurige und wahnhaft anmutende Überzeugungen" haben sie bei Trump per Ferndiagnose festgestellt.

Dazu kämen "leichtfertige Gewaltandrohungen" und "scheinbar zwanghafte, suchtartige nächtliche Kommunikation - zum Beispiel 150 Beiträge in sozialen Medien in einer Nacht". Der Präsident stelle "eine zunehmend große Gefahr für die Öffentlichkeit dar", zumal er als Oberbefehlshaber Atomwaffen einsetzen könne, erklärten die Mediziner, die nach eigenen Angaben zum Teil selbst die Republikaner wählen.

Trump hält sich für "Genie"

Trump selbst hält sich dagegen für ein "Genie". Beim kognitiven Test habe er gerade erst 30 von 30 Punkten abgeräumt, prahlte er. Seine Ärzte bescheinigten ihm eine "extreme Intelligenz".

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Der 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung sieht ein Verfahren vor, wie ein Präsident abgelöst werden kann. Politiker der oppositionellen Demokraten stellten kürzlich ein Gesetz vor, um Trump auf dieser Grundlage abzusetzen. Allerdings müssten Vizepräsident JD Vance und die Mehrheit des Kabinetts den Präsidenten dafür zunächst für amtsunfähig erklären und Vance kommissarisch an seine Stelle setzen. Würde Trump sein Veto einlegen, könnte der Kongress ihn mit einer Zweidrittelmehrheit überstimmen. Das scheint allerdings völlig undenkbar.

Derweil zeigt Trump zunehmende Anzeichen von Altersschwäche. Immer wieder scheint er bei Terminen im Weißen Haus einzunicken. Zudem waren bei Auftritten geschwollene Fußgelenke zu sehen und immer wieder große blaue Flecken auf seiner rechten Hand, die teils mit Schminke überdeckt waren. Das Weiße Haus erklärte dies mit "häufigem Händeschütteln" und der Einnahme von Aspirin.

Ältester Mann, der zum US-Präsidenten gewählt wurde

Fakt ist: Trump ist der älteste Mann, der jemals zum US-Präsidenten gewählt wurde. Bei seinem Amtsantritt war er 78 Jahre, sieben Monate und elf Tage alt - rund fünf Monate älter als der von ihm als senil geschmähte Biden, und deutlich betagter als Vorgänger wie Ronald Reagan (69 Jahre) und George W. Bush (64 Jahre) bei ihrer Vereidigung.

Verschweigt das Weiße Haus Erkrankungen Trumps? Darüber wird in Washington immer wieder spekuliert. In der Vergangenheit geschah dies bei US-Präsidenten mehrfach. Bekannte Beispiele sind Franklin D. Roosevelt (1933 bis 1945), der wegen einer Polio-Erkrankung einen Rollstuhl nutzte. Allerdings tat er dies so gut wie nie öffentlich, um im Zweiten Weltkrieg nicht schwächlich zu wirken. Oder John F. Kennedy (1961 bis 1963), der heimlich unter einer Nebennieren-Erkrankung und Rückenbeschwerden litt.

Gesundheit als politische Waffe

Besonders an Trump ist allerdings, dass er das Thema Gesundheit als politische Waffe nutzt. Im Wahlkampf 2024 teilte er immer wieder gegen "sleepy Joe" (den schläfrigen Joe) Biden aus, der zum Entsetzen seiner Anhänger zunehmend geistig abbaute - bis er schließlich auf Druck seiner Partei die Kandidatur an Vizepräsidentin Kamala Harris abgeben musste.

Das einzige Gesundheitsproblem, das Trump offiziell hat, ist sein Gewicht: Der 1,91 Meter große Präsident wog zuletzt 108 Kilogramm, gut sechs Kilo mehr als vor einem Jahr. Sein Leibarzt rät ihm deshalb zum Abspecken und zu mehr Bewegung, etwa beim Golfspielen.

Ganz anders erscheint Trump in Online-Kanälen: Ob 30 Jahre verjüngt im Slimfit-Anzug, rank und schlank in Badehose oder als muskelstrotzender Superman: Künstliche Intelligenz (KI) macht es möglich. Das Weiße Haus zeigt den Präsidenten so, wie er sich selbst sieht.

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