Nervige Fotografen

Tuchel gewinnt gegen die FIFA

© APA/AFP/PAUL ELLIS
England-Trainer Thomas Tuchel hat bei der Weltmeisterschaft einen Erfolg abseits des Platzes erzielt. Nach einer Beschwerde über Fotografen ändert die FIFA nun das Protokoll bei den Nationalhymnen.
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Der Vorfall ereignete sich vor dem 4:2-Sieg der englischen Nationalmannschaft gegen Kroatien. Thomas Tuchel zeigte sich extrem verärgert darüber, dass er während des Singens der Nationalhymne von zahlreichen Fotografen belagert wurde. Dies führte dazu, dass der Trainer der "Three Lions" seine eigenen Spieler nicht sehen konnte. Nach dem Spiel machte er seinem Ärger Luft. Er betonte, dass er die FIFA inständig bitte, die Position der Fotografen zu ändern, da er sein Team während der Hymne nicht sehen konnte und genau auf diesen Moment gewartet habe.

FIFA reagiert auf Beschwerde

Wie nun exklusiv bekannt wurde, zieht der Weltverband FIFA Konsequenzen aus den Beschwerden des deutschen Trainers. Das Protokoll vor den Spielen wird mit sofortiger Wirkung angepasst. Das Trainerteam wird sich künftig weiter unten an der Seitenlinie positionieren, um die Nationalhymnen ohne jegliche Sichtbehinderung verfolgen zu können. Ein Video dokumentiert das hitzige Aufeinandertreffen vor dem Anpfiff. Tuchel wirkte sichtlich wütend auf die Fotografen und rief ihnen direkt zu: "Sehr nah, Jungs, ihr seid sehr nah. Ihr seid sehr nah, ich kann nichts sehen."

© PA Images via Getty Images

Frust während der Hymne

Da ihm der direkte Blick versperrt war, musste der England-Coach stattdessen auf die große Stadionleinwand blicken, um seine Spieler im Auge zu behalten. Zuvor hatte er noch mit seinen Armen gestikuliert, versucht, sich einen Weg an den Fotografen vorbei zu bahnen, und sich schließlich bei seinen Mitarbeitern eingehakt, als die Hymne "God Save the King" startete. Nach dem Ende der englischen Nationalhymne war die Situation jedoch noch nicht ausgestanden. Tuchel stellte die Fotografen, die direkt vor seiner Trainerbank standen, ein zweites Mal zur Rede.

Erfahrung uiniert

Dabei gestikulierte er zu einer Person außerhalb des Kamerabildes und beschwerte sich lautstark über die geringe Distanz. Er fragte hörbar: "Was ist das?", und murmelte weitere Worte vor sich hin. Bis zum Beginn der kroatischen Nationalhymne beschwerte er sich weiter über die Aufstellung der Medienvertreter, ehe er auf seine Trainerbank zurückkehrte. Im Anschluss an die Partie verdeutlichte Tuchel noch einmal, wie emotional der Moment für ihn war. Er stand einen halben Meter vor 50 Fotografen und konnte keinen einzigen Spieler sehen, was ihm die Erfahrung ein wenig ruiniert habe.

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