In 13 Gemeinden

Über 15.000 Einwohner: Hier dreht ORF jetzt Antennen ab

Baustelle am Gelände des ORF-Zentrums in Wien mit großem ORF-Logo im Vordergrund.
© APA/ROLAND SCHLAGER
Der ORF dreht am Dienstag in 13 Gemeinden (insgesamt über 15.000 Einwohner) die Antennen ab.
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Am Dienstag schaltet der ORF in 13 niederösterreichischen Gemeinden Sendeanlagen ab. Laut ORF-Abschaltplan sind davon rund 15.700 Personen potentiell betroffen. Der Sender begründet die Abschaltungen mit Sparmaßnahmen und argumentiert, dass nur "Kleinstsendeanlagen in Randlagen" abgeschaltet würden.

Betroffen von der Abschaltung am Dienstag sind die Gemeinden Gresten, Yspertal, Rossatz-Arnsdorf, Paudorf, Litschau, Michelbach, Aggsbach, Opponitz, Kleinzell, Trattenbach, Rohr im Gebirge, Drosendorf-Zissersdorf und Weikertschlag. Insgesamt also über 15.000 Einwohner.

Auch UKW-Anlage wird abgedreht

Dabei handelt es sich um zwölf DVB-T2-Anlagen (Antennenfernsehen ORF 1, ORF 2) sowie zumindest eine UKW-Anlage (Trattenbach: Ö1, Radio Niederösterreich, Ö3). Besonders bitter: Der Zivilschutzverband empfiehlt, für den Katastrophenfall ein batteriebetriebenes UKW-Radio zu haben, um Informationen zu erhalten. Diese Möglichkeit fällt dann weg.

Durch die Abschaltungen - in anderen Bundesländern gab und gibt es weitere - will der ORF insgesamt rund 1,5 Millionen Euro sparen. Insgesamt sind österreichweit potentiell rund 64.000 Personen betroffen.

ORF: 94 Prozent empfangen über Satellit, Kabel oder Streaming

Der Öffentlich-Rechtliche bezeichnete die für ganz Österreich kolportierte Zahl - obwohl sie im ORF-eigenen Abschaltplan aufgelistet wird - als "Falschmeldung". Laut dem Öffentlich-Rechtlichen seien nämlich letztendlich "nur" wenige Hundert Haushalte betroffen. 94 Prozent würden ohnehin über Satellit, Kabel oder Streaming empfangen. Bei den restlichen sechs Prozent geht man davon aus, dass es "in den meisten Fällen" eine Doppelversorgung gibt.

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