Nach Drohnen-Rettung

Ukrainischer Soldat schnitt sich selbst Bein ab

© shpytal_kharkiv/Instagram
Eine Drohne rettete ihn aus dem Kriegsgebiet. Doch was der ukrainische Soldat Kostiantyn (49) zuvor durchmachen musste, ist kaum vorstellbar: Monatelang kämpfte er schwer verletzt ums Überleben – und amputierte sich schließlich selbst ein Bein.
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Im April wurde Kostiantyn von einer russischen Kamikaze-Drohne schwer verletzt. Seine Beine waren von der Explosion schwer getroffen, seine Kameraden getötet. Mehrere Versuche, ihn aus dem verminten Gebiet zu retten, scheiterten.

Seine Kameraden versuchten, ihn zumindest mit Lebensmitteln, Medikamenten und Antibiotika zu versorgen. Doch der 49-Jährige konnte sich kaum noch bewegen. An seinem verbliebenen Bein lag der Knochen frei, während das andere aufgrund einer Nekrose abstarb.

Die Situation wurde immer verzweifelter. Um überhaupt eine Chance auf das Überleben zu haben, griff Kostiantyn zu einer drastischen Maßnahme: Mit einem stumpfen Messer, das er normalerweise zum Öffnen von Konservendosen verwendete, schnitt er sich das schwer verletzte Bein selbst ab. Das schilderte er nach seiner Rettung dem ukrainischen Sender "ICTV".

Monatelang an der Front gefangen

Die Rettung des Soldaten war lange unmöglich erschienen. Das Gebiet war vermint, und weitere Einsätze hätten auch seine Kameraden in Gefahr gebracht. Schließlich gelang es der ukrainischen Armee, ihn mit einer umgerüsteten Drohne aus der Stellung zu holen. Die Drohne transportierte ihn rund 62 Kilometer weit.

Der Flug selbst war riskant. Zeitweise sei die Drohne so hoch geflogen wie "drei zehnstöckige Gebäude", erzählte Kostiantyn. Ein Absturz hätte für ihn vermutlich tödlich geendet. Doch die Rettung gelang.

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Beide Unterschenkel amputiert

Nach der Landung wurde Kostiantyn ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte mussten seinen Zustand zunächst mehrere Tage stabilisieren, danach folgten mehrere Operationen. Inzwischen sind beide Unterschenkel vollständig amputiert. Lebensgefahr besteht laut den vorliegenden Angaben nicht mehr.

Nach Monaten voller Schmerzen und Angst kann der Soldat nun auf medizinische Hilfe hoffen. Besonders freut er sich darauf, seine Familie wiederzusehen.

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