Erhaltungsmaßnahmen
Warum der Eingang zum Stephansdom verhüllt ist
Aktuell wird der Zustand des romanischen Portals untersucht. Schon jetzt ist klar, dass erneut eine Reihe von Erhaltungsmaßnahmen folgen wird, wie am Donnerstag bei einem Medientermin erläutert wurde.
Von 1995 bis 1997 wurde das Tor umfangreich restauriert. Dessen Name bezieht sich nicht auf seine imposante Größe, sondern leitet sich von "Ristor" ab - der mittelalterlichen Bezeichnung für trichterförmige Portale von Kirchen. Vor drei Jahrzehnten wurde unter anderem die schwarze Schmutzkruste entfernt, berichteten Dombaumeister Wolfgang Zehetner und Petra Weiss, die zuständige Fachdirektorin des Bundesdenkmalamtes.
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Arbeiten bis Herbst
Nun widmet man sich dem bedeutenden Bauelement erneut - wobei Zehetner bekräftigte: "Wir sind nicht zurück am Start." Derart umfangreich wie damals werden die Arbeiten nicht ausfallen. Es gebe jedoch Bedarf für "Nachsorge". Schon jetzt zeichnet sich etwa ab, dass vor allem die Sockelbereiche repariert werden müssen, da sich dort Bodensalz eingelagert hat. Auch wird an einigen witterungsanfälligen Vorsprüngen die schützende Überdachung für das ornamentale Gesims erneuert.
Die Arbeiten werden vermutlich bis in den Herbst dauern. So lange wird das Tor nicht in seiner gesamten Pracht zu bewundern sein. Wobei die Pracht früherer Tage ohnehin nicht wieder hergestellt wird. Ursprünglich war das im 13. Jahrhundert errichtete Tor nämlich "knallbunt", wie es heute hieß. Reste der ursprünglichen Farbfassung können noch immer nachgewiesen werden.
Es sei aber nicht daran gedacht, den Bereich wieder einzufärben, betonte Petra Weiss. Durchgeführt würden nur unabdingbare Maßnahmen. Die Evaluierung solle zudem dazu dienen, abzuschätzen, in welchen Intervallen man künftig Erhaltungsarbeiten durchführen muss. Generell, so wurde heute versichert, sei der Zustand des Tores noch immer sehr gut.
"Die Untersuchungen am Riesentor zeigen, wie wichtig langfristige Forschung und regelmäßige Evaluierungen für die Erhaltung historischer Originalsubstanz sind. Das Projekt hat Vorbildcharakter für die Denkmalpflege und trägt dazu bei, unser mittelalterliches Kulturerbe nachhaltig für kommende Generationen zu bewahren", hielt die Denkmalamts-Fachdirektorin fest.
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