Gesetz ab Juli

Wien bekommt strengere Party-Regeln

© Getty Images/Westend61
In Wien gelten ab Juli neue, strengere Regeln für Veranstaltungen. Die Novelle bringt strengere Umweltauflagen, Lärmschutzregelungen sowie verpflichtende Sicherheitskonzepte für Wiener Feste.
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Wer in Wien ein Fest, ein Konzert oder ein Event in einen Klubbetrieb veranstaltet, muss sich ab Juli auf neue Vorgaben einstellen. Das Veranstaltungsgesetz wird novelliert, um das Sicherheitsgefühl der Gäste zu stärken sowie bei den Themen Nachhaltigkeit und Lärmschutz nachzuschärfen.

Schutz von Frauen im Fokus

Ein zentraler Aspekt der neuen Verordnung ist der Schutz von Frauen und anderen Besuchern. Veranstaltungen mit einer Kapazität ab 300 Personen müssen verpflichtend ein Sicherheits- und Awareness-Konzept vorlegen. Außerdem muss eine verantwortliche Person benannt werden. Wenn die Besucherzahlen steigen, wachsen auch die Anforderungen an die jeweiligen Veranstalter.

Kontrollen durch die Stadt

Die Wiener Stadtregierung will die Einhaltung genau prüfen. Veranstaltungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) kündigte dafür Kontrollen an. Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) spricht in diesem Zusammenhang von einem "neuen Standard". Das Mindestkonzept umfasst konkrete Maßnahmen und kann von den Veranstaltern erweitert werden. Ein Leitfaden der Behörde steht ab Mitte Juni bereit.

Positive Erfahrungen im Klub

Die Präsentation der neuen Regeln erfolgte im Wiener Klub "Loft", der solche Awareness-Maßnahmen bereits seit Jahren freiwillig umsetzt. Die Betreiber unterstützen die Gesetzesänderung und berichten von positiven Erfahrungen, da sich der Aufwand durch eine bessere Stimmung auszahle. Neben der Sicherheit greift die Novelle auch Umweltfragen auf, um Müllvermeidung und Nachhaltigkeit bei Events zu stärken.

Klarheit bei Lärmkonflikten

Auch beim Thema Lärm schafft das Gesetz neue Maßstäbe zwischen Betreibern und Anrainern. Jahrzehntelang bestehende Veranstaltungsorte müssen sich nicht nachträglich an neu gebaute Wohnsiedlungen anpassen, wovon etwa die Arena oder das Praterstadion profitieren. Im Gegenzug legt die Stadt bei temporären Partys auf Freiflächen, die zuletzt deutlich häufiger organisiert wurden, künftig strengere Maßstäbe an.

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