Erotik-Blockbuster
"Nymphomaniac" versext heimische Kinos
Schwarze Leinwand, ein quietschendes Geräusch ist zu hören. Dann ein dunkles Gemäuer, im Hinterhof liegt eine blutende Frau, Rammstein dröhnt aus den Boxen. Als ein Mann ihr hilft, beginnt sie zu erzählen, von ihrer Sexsucht, ihrer Einsamkeit, ihrer Vergangenheit. Die ersten fünf Kapitel von Lars von Triers "Nymphomaniac" (ab 21. Februar im Kino) mögen explizit sein, ein Skandal sind sie nicht.
Hier der Trailer zum Film
Leicht gekürzte Fassung vor Start
Der erste Film des dänischen Enfant terribles seit dem Rauswurf in Cannes wegen eigenwilliger Nazi-Witze wurde allerorts sehnlichst erwartet und sorgte mit der Ankündigung von expliziten Sexszenen im Vorfeld schon für zahlreiche Debatten und Vorführverbote in manchen Ländern. Im Kino wird das zweigeteilte Opus - gegen von Triers Willen - nun nur leicht gekürzt zu sehen sein, die Premiere des Director's Cut hatte sich die Berlinale als Coup gesichert.
Erkundung der eigenen Sexualität
Chronologisch lässt der stets für Provokationen gute Regisseur seine Hauptdarstellerin Joe (Charlotte Gainsbourg) ihr Leben rekapitulieren, vom ersten Kennenlernen ihres Körpers über die gemeinsamen Sextouren mit einer Freundin und einem rebellischen Mädchenclub (mit dem Leitspruch "Mea vulva, mea maxima vulva") bis hin zum engen Verhältnis zu ihrem Vater (Christian Slater) und zu Jerome (Shia LaBeouf), in dem sie neben unzähligen anderen Männern scheinbar eine Konstante gefunden hat.
"Nymphomaniac": Stars zeigen ihr Orgasmus-Gesicht
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(Von Daniel Ebner/APA)
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