Wiener Hofburg
Damenwahl: Kanzler Christian Stocker tanzt mit Silvia Schneider beim Ball-Finale
Während das Parkett der Staatsoper längst wieder für den regulären Kulturbetrieb geräumt ist, erreichte das Wiener Ballfieber am Faschingsmontag seinen eigentlichen, geheimnisvollen Höhepunkt. Die Rudolfina-Redoute lud zum Tanz und zeigte, dass der wahre Glanz oft hinter einer kunstvollen Maske verborgen liegt. Es war nicht nur der größte Maskenball Österreichs, sondern quasi das fulminante „Grand Finale“ einer berauschenden Saison.
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Ein Kanzler im Maskenfieber
Besonders ein prominenter Gast sorgte für Gesprächsstoff: Christian Stocker. Während manch einer ihn beim Opernball suchte, glänzte der Bundeskanzler dort durch Abwesenheit. Doch wer glaubte, Stocker sei ein Ballmuffel, wurde in der seit Wochen restlos ausverkauften Hofburg eines Besseren belehrt. Getreu dem Motto „Student sein in Wien“ mischte er sich unter die 3.600 Gäste und genoss die ungezwungene, aber dennoch hochelegante Atmosphäre des Traditionsballs.
Dass er das starre Protokoll am Ring gegen das spielerische „Damenwahl“-Prinzip der Redoute eintauschte, darf wohl als geschmackvolles Statement für die studentische Tradition gewertet werden.
Das Who’s Who hinter der Maske
In den prunkvollen Sälen der Hofburg traf sich die Prominenz. Unter die Walzertanzenden mischten sich unter anderem die Schauspiel-Riege Valerie Huber, Aaron Karl und Natalie Alison. Ex-Tennis-Ass Stefan Koubek, Mister Austria Christopher Denn, Simone Lugner und „Dancing Star“ Anna Strigl bewiesen Taktgefühl auf dem Parkett. Gastgeberin Silvia Schneider führte mit gewohntem Witz durch den Abend, während Thomas Kraml für die choreografische Perfektion verantwortlich zeichnete.
Die Krönung der Nacht
Der emotionale Höhepunkt war die Wahl der „Schönsten Maske“. In diesem Jahr ging die begehrte Trophäe in die Schweiz: Die 21-jährige Victoria Schenker beeindruckte die Jury mit einer aufwendigen Eigenkreation, die das Motto des Abends perfekt verkörperte.
Mit dieser rauschenden Ballnacht verabschiedet sich Wien endgültig in die Fastenzeit. Die Rudolfina-Redoute hat einmal mehr gezeigt: Wer braucht schon den Starrummel am Ring, wenn man in der Hofburg mit 3.600 Maskierten das Leben feiern kann?
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