Sexuell reif, aber unaufgeklärt

Das "erste Mal" kommt immer früher

Das "erste Mal" kommt immer früher
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Jugendliche kommen früher in die Pubertät und haben auch früher Sex. 12% sind dabei völlig ungeschützt.

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Das erste Mal ist immer früher. Mädchen kommen heute, wie dänische Wissenschaftler belegen konnten, zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr in die Pubertät. Und das ist um einiges früher als vor etwa 30 Jahren.

Wie Wissenschaftler belegen konnten, verschiebt sich auch der erste sexuelle Kontakt nach vorne. Während vor 40 Jahren Mädchen beim ersten Mal 17, Burschen 18 Jahre alt waren, startet das Sexleben bei Mädchen jetzt im Durchschnitt mit 14 Jahren, bei Burschen mit 15. Vorbereitet sind die Teenager aber nur selten.

Jugendliche wissen zu wenig über Verhütung
Jeder fünfte Jugendliche in Österreich weiß über Verhütung und unerwünschte Schwangerschaft schlecht Bescheid. Zwölf Prozent sind beim ersten Mal „ungeschützt“. Frühe Geschlechtsreife und Defizite in der Sexualaufklärung sind für Experten die Hauptgründe für die steigende Zahl an Frühschwangerschaften der Fun-Generation. „Verhütung ist nach wie vor ein sehr großes Problem bei Jugendlichen“, bestätigt auch Freydun Ronaghi, Primar der Abteilung für Gynäkologie Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan.

Nur Kondome schützen auch vor Krankheiten
Pille, Verhütungsring oder Spirale? Dass die Mutter der Tochter ihre eigene Methode empfiehlt, ist mit Sicherheit keine Lösung. Denn nicht alle Verhütungsmittel sind auch für Jugendliche geeignet. Und was viele Teenager nicht beachten: Nur das Kondom schützt auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Aids. Allerdings dürfen Kondome nicht mit fetthaltigen Gleitmitteln oder chemischen Verhütungsmitteln zusammen verwendet werden.

Primar Freydun Ronaghi über Aufklärung bei Teenagern

Gynäkologe Freydun Ronaghi
Gynäkologe Freydun Ronaghi © zVg

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