Privatinsolvenzen
Pleitegeier macht unter Privaten in NÖ weniger Beute
In Niederösterreich ist die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2025 um 5,2 Prozent – von 660 auf 626 – zurückgegangen. Diese Zahlen teilt der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Basis einer Hochrechnung mit. Bundesweit ist die Zahl der bei Gericht angestrebten Schuldenregulierungsverfahren in den ersten sechs Monaten um 2,1 Prozent gesunken.
Merklich geschrumpft ist zwischen Enns und Leitha auch der Schuldenberg: Wie der KSV bekanntgibt, haben die heuer zwischen Anfang Jänner und Ende Juni in die private Pleite geschlitterten Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher Passiva in Höhe von 77 Millionen Euro angehäuft. Zum Vergleichszeitpunkt 2024 sind es noch 146 Millionen Euro gewesen.
Seine Beute holt sich der Pleitegeier insbesondere unter ehemaligen Selbständigen, auf die rund ein Drittel der eingeleiteten Privatkonkurse entfallen. Weitere Gründe für Zahlungsunfähigkeit sind der Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit oder Scheidung sowie sorgloser Umgang mit Geld.
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