NÖ. Mehrere Unbekannte, die mit einem gestohlenen hellgrünen Kleinwagen mit Wiener Kennzeichen kamen, verübten in der Nacht auf Donnerstag in den frühen Morgenstunden einen Einbruch bei einem Juwelier mitten im Zentrum von Wiener Neustadt einen Blitz-Rammbockcoup. Zur üblichen morgendlichen Zeit, zu der zuletzt österreichweit fast täglich Bankomaten in die Luft flogen, rummste es in der Allerheiligengasse.
Diesmal hatten sich die Täter mithilfe eines Honda Jazz Zugang zu dem Objekt verschafft, bestätigt ein Polizeisprecher - der dabei eine Peinlichkeit nicht erwähnt: Das an der Front stark beschädigte Fluchtauto wurde später auf einem Parkplatz direkt bei Polizeidirektion in Wiener Neustadt aufgefunden - wo die Bande quasi vor der Nase der Polizei mutmaßlich auf ein anderes Fahrzeug umstieg und davonbrauste.
Im Inneren dürfte innerhalb kürzester Zeit Beute gemacht worden sein, erzählt der geschockte Junior-Chef Thomas Freiberger: "Mein Vater wurde von der Handy-APP alarmiert und musste dem minutenschnellen Einbruch tatenlos zuschauen. Die brauchten genau 1 Minute und 40 Sekunden, rafften Schmuck und Uhren an sich und konnten damit flüchten." Draußen soll ein Aufpasser gestanden sein. Schreie das Vaters, der über dem Laden wohnt, juckte die vermummten Täter keineswegs.
Eine Fahndung verlief bisher negativ, das Auto wurde wie gesagt sichergestellt.
Ereignet hatte sich der Einbruch gegen 4.00 Uhr. Die Beute ist beträchtlich. "Wir müssen aber erst eine genau Inventur machen", seufzt Thomas Freiberger. Das Landeskriminalamt Niederösterreich (Diebstahl, Tatort) ermittelt.
Erinnert sei übrigens daran, dass just in Wiener Neustadt am 10. Februar ein Chef der Rammbock-Bande aus der dortigen Justizanstalt ausgebrochen und noch immer flüchtig ist. Steckt er dahinter?
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