Steirer verhaftet!
Das ist der Facebook-Killer: Sekretärin erschossen
NÖ. Nach dem Fund einer toten 28-Jährigen am 14. Mai in ihrer Wohnung in Kottingbrunn (Bezirk Baden) hat das Landeskriminalamt Niederösterreich Ermittlungen wegen Mordverdachts aufgenommen.
Die Frau war zu Christi Himmelfahrt von ihren Eltern entdeckt worden. Aufgrund unklarer Umstände wurde eine Obduktion durchgeführt. Diese habe einen Kopfschuss als Todesursache ergeben, bestätigte Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamts Derzeit laufen Umfelderhebungen bzw. bestätigte nun auch Anwalt Manfred Arbacher-Stöger, dass sein Mandant, ein junger Steirer (27) in der Causa verhaftet wurde. Motiv: tiefe Kränkung nach einem Treffen der beiden, die sich über Facebook kennengelernt haben und sich bei ihr verabredet haben sollen, was allerdings nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen sein soll. Der Sportschütze fuhr daraufhin nach Hause, holte eine kleinkalibrige Pistole, raste zurück und tötete die Sekretärin, weil sie ihm unverblümt gesagt haben soll, dass er ein schlechter Lover sei. Das sagt zumindest er aus.
Das ist der mutmaßliche Facebook-Killer:
Der Mann zeigte sich laut seinem Rechtsanwalt Manfred Arbacher-Stöger "umfassend geständig", das Opfer umgebracht zu haben. Der Verdächtige aus dem Bezirk Leibnitz soll im Laufe des Tages in die Justizanstalt Wiener Neustadt überstellt werden.
Drei Schüsse mit Kleinkaliber-Pistole - eine Projektil traf Kopf
Die Schüsse an der Vöslauer Straße nahe der Südautobahn hat niemand mitbekommen. Die Eltern, die auf einer anderen Stiege in der Wohnhausanlage leben, hatten danach Tage lang erfolglos versucht, ihre Tochter - die an einer Volksschule in Wien arbeitete - zu erreichen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fuhren die beiden Kroaten am 14. Mai zur Wohnung der Frau und sperrten die Tür mit einem Zweitschlüssel auf. Im Inneren entdeckten sie die leblose 28-Jährige tot im Bett liegend. Die verzweifelten Schreie der Eltern schreckten mehrerer Nachbarn auf, die zu Hilfe eilten, die aber alle nichts mehr ausrichten konnten. "Wir sind zutiefst geschockt", sagt eine Bewohnerin zu oe24. "Das Opfer war total nett und beliebt, wie konnte ihr nur so etwas passieren?"
Am Heimweg von Heurigen verhaftet
Zunächst konnte die Todesursache nicht eindeutig festgestellt werden, auch ein Sturz wurde laut Kripo nicht ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete deswegen eine Obduktion an. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge starb die Frau durch Fremdverschulden, konkret durch ein Projektil im Kopf. Angeblich soll der Steirer aus dem Bezirk Leibnitz sogar dreimal aus purer Wut abgedrückt haben. Auf seien Spur kamen die Ermittler aufgrund der Handy-Daten (er hatte mit dem Opfer mehr als 40 Mal telefoniert) und der Kommunikation der beiden über soziale Medien. Verhaftet wurde Christian F. am Weg von Niederösterreich in die Steiermark, nach dem Besuch eines Heurigen wurde er auf der Autobahn mit seinem Motorrad aufgehalten und festgenommen.
(S E R V I C E - In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133)
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