Wien
Akademikerball: 54 Festnahmen
Ausnahmezustand am Freitag in der Wiener City: Mehr als 2.500 Polizisten riegelten die Stadt ab, weil in der Hofburg der rechte FPÖ-Akademikerball veranstaltet wurde. Während drinnen laut Veranstalter 1.500 Gäste feierten, formierten sich draußen 6.000 Demonstranten. Schon untertags ging es rund:
- Freitag, 15 Uhr: 1. Festnahmen. Bei der Kontrolle eines tschechischen Reisebusses werden sechs Personen verhaftet. Messer und Schlagringe werden sichergestellt.
- 15.30 Uhr: Deutsche zurückgeschickt. Ein Bus aus München wird an der Wiener Stadtgrenze zurückgeschickt, die Polizei findet Pyrotechnik und Sturmhauben.
- 17.41 Uhr: Rechtsradikaler verhaftet. Eine der rechten Szene zuordenbare Person mit verbotener Waffe wird in der Mariahilfer Straße festgenommen.
- 17.42 Uhr: Hacker-Angriff auf NOWKR-Seite. Um 17.42 Uhr wird die Website des Linksbündnisses gehackt.
Demos. Die Demonstrationszüge starten beim Schottentor, erreichen – geordnet und weitgehend friedlich – den Stephansplatz und lösen sich bereits um 19.11 Uhr auf. Erst bei den folgenden „Blockaden“ und Barrikaden der Ballgegner kommt es zu gewalttätigen Aktionen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag:
- 19.30 Uhr: 25 Festnahmen. Auf dem Schwarzenbergplatz löst die Polizei eine „Sitzblockade“ auf und verhaftet 25 Anti-Ball-Aktivisten.
- 20.15 Uhr: Böller-Attacke auf Polizisten. Hubschrauber kreisen über der City. Bei der Bellaria
Volksgarten werden Böller auf Polizisten geworfen – ein Polizist wird verletzt. WEGA-Einsatzkräfte schreiten ein. Ein ÖSTERREICH-Fotograf ist direkt dabei: „Ein Böller flog mitten unter die Polzisten. Es war furchtbar!“
- 20.30 Uhr: „Krieg“ um das Volkstheater. Beim Volkstheater haben sich Vermummte des berüchtigten Schwarzen Blocks aufgepflanzt. Taxis werden blockiert. Hundertschaften der Polizei kesseln das ehrwürdige Gebäude ein. Der Grund: Es fliegen immer wieder Böller. Bengalische Feuer werden entzündet. Auch die Feuerwehr trifft ein. Es herrscht eine Pattstellung …
- 22.30 Uhr: Entwarnung. Nach Scharmützeln am Graben lösen sich die Demo-Trupps allmählich auf.
Für die Polizei war es einer der größten Balleinsätze aller Zeiten: Mindestens 1,5 Millionen Euro wurden investiert. WEGA, Helikopter und Hundestaffeln kamen auch größtenteils zum Einsatz. Polizeisprecher Johann Golob hatte es im Vorfeld so formuliert: „Wir versuchen den Dialog. Klappt das nicht, greifen wir hart durch.“
Demonstrationen gegen FPÖ-Ball in Wien
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Polizei: Riesen-Aufgebot
Die Polizei antwortete auf die befürchteten Ausschreitungen mit einem der größten Ball-Einsätze aller Zeiten: Mehr als 2.500 Polizisten waren abgestellt, darunter 900 Beamte aus den Bundesländern und 600 Polizisten der Spezialeinheit WEGA.
1.000 Euro pro Gast. 1,5 Mio. Euro wurden investiert, der größte Budgetposten waren die Überstunden. Umgerechnet auf die 1.500 Ballbesucher wurde jeder Ballgast also um 1.000 Euro geschützt!
Helis & Wasserwerfer. Helikopter und Hundestaffeln kamen zum Einsatz. Hundertschaften sperrten die Seitengassen in der City ab. Und bereits untertags wurden Busse von Demo-Touristen angehalten, um Chaoten aufzuhalten.
Negativbilanz. Es gab 54 Festnahmen, darunter 25 am Schwarzenbergplatz, drei am Karlsplatz, sieben im Vorfeld der Demonstrationen. Es wurden Messer, Schlagringe und pyrotechnische Geschosse sichergestellt.
Ministerin Mikl: "Kann mir nicht aussuchen, wo Ball stattfindet"
ÖSTERREICH: Ist es ein Fehler, dass der Ball immer noch in der Hofburg stattfindet?
Johanna Mikl-Leitner: Ich kann es mir nicht aussuchen, wo ein Veranstalter seine Veranstaltung abhält. Unsere Aufgabe ist, dass Veranstaltung so wie auch Demonstrationen geschützt ablaufen.
ÖSTERREICH: War das Verbot von Demonstrationen nicht eine Provokation für die Demonstranten, die eher zur Unsicherheit beitrug?
Mikl-leitner: Präsident Gerhard Pürstl hat hier mein vollstes Vertrauen. Aufgabe der Sicherheitsbehörde ist es, die Freiheitsrechte der Bürger zu schützen. Aber ein Recht auf Ausübung von Gewalt gibt es in diesem Land nicht.
ÖSTERREICH: Auch wenn diese Gewalt noch gar nicht stattgefunden hat?
Mikl: Wenn Sie die Postings mit Aufforderung zur Gewalt anschauen, gibt es hier keine Reaktion von NOWKR, sich zu distanzieren.
(knd)
Auf Seite 2 der Liveticker
+++ LIVE-Ticker +++
Es bleibt ruhig in Wien
Die Polizei und auch mehrere Medien berichten, dass es weitgehend ruhig in der Stadt ist. Beim Akademikerball wird indes munter weiter gefeiert, während der Eingang zur Hofburg weiter abgeriegelt ist.
Vor dem Burgtor versammeln sich nur noch einzelne Demonstranten-Gruppen. Der Eingang zur Hofburg wird von der Polizei abgeriegelt.
Die Polizisten ziehen nun in Richtung in Richtung Hoher Markt. Der Schwarzenbergplatz ist wieder frei.
Die Polizei führt weitere Identitätsfeststellungen durch. So zum Beispiel bei der Wallnerstraße. Weiters sollen kleine Hooligan-Gruppen durch die Stadt ziehen.
Polizei twittert: Es wird ruhiger
Mehrere Identitätsfeststellungen beim Schottentor. Es bleibt ruhig und die Polizei berichtet weiter von wenigen Sachbeschädigungen.
Der Akademikerball läuft bereits. Der Versuch der Demonstranten Barrikaden zu errichten scheiterte vorerst. Kleinere Gruppen ziehen aber noch durch die Stadt.
Bei der Polizei wirkt man vorerst zufrieden mit dem Verlauf. Trotzdem will man wachsam bleiben. Beim Heldenplatz oder auch beim Schwarzenbergplatz gibt es noch "Unruheherde".
"Der Abend ist noch nicht vorbei"
Johann Golob von der Wiener Polizei: "Es waren etwa 5000 Demonstranten. Es gab aber keine Probleme. Es kam vereinzelt zu kleineren Attacken gegen die Polizei. Durch das rasche Verlagern der Polizei blieb es weitgehend ruhig. Die Strategie der Wiener Polizei ist aufgegangen."
Strache beim FPÖ-Ball
"Bei diesem freiheitlichen Akademikerball geht es um die Meinungsfreiheit, um die Versammlungsfreiheit, das steht jeder politischen, demokratischen Kraft in diesem Land auch zu."
Vereinzelt werden beim Karlsplatz kleine Demonstranten-Gruppen von der Polizei verfolgt. Es bleibt ruhig im 1. Bezirk.
Demonstranten zogen zum Eingang der Hofburg. Auch die Polizei hat sich sofort formiert. Derzeit noch alles ruhig. Keine Eskalation.
Die Polizei formiert sich beim Heldenplatztor. In der Hofburg wird getanzt.
Die Blockade beim Museumsquartier wurde aufgelöst. Es bleibt weiter ruhig. Haben die Polizisten die Demonstranten erfolgreich getrennt? Erhöhtes Polizeiaufgebot bei der Hofburg.
Ein Polizei-Hubschrauber kreist immer noch über den 1. Bezirk. Mittlerweile hat sich die Situation beim Museumsquartier weitgehend beruhigt.
35 Festnahmen
Bei den Protesten gegen den von der FPÖ in der Wiener Hofburg veranstalteten Akademikerball kam es laut Polizei bisher zu 35 Festnahmen. Ein Polizeibeamter wurde durch einen Böllerschuss verletzt, er erlitt ein Knalltrauma. Darüber hinaus dürften zwei weitere Personen Verletzungen erlitten haben, sie wurden im Bereich des Museumsquartiers durch Rettungskräfte versorgt.
Polizei drängt Menschen auseinander
Bei der Museumsstraße formiert sich die Polizei, auch bei der Neustiftgasse sollen Gegenstände durch die Luft fliegen. Trotzdem bleibt die Polizei ruhig und trennt die Demonstranten.
Die verletzte Person war wohl ein junges Mädchen, welches am Boden lag und zitterte. Die Polizei verständigte laut Medienberichten sofort die Rettung.
Person in Burggasse verletzt
Eine Person soll bei den Demonstrationen in der Burggasse verletzt worden sein. Rettungskräfte sind unterwegs.
Keine Zwischenfälle beim Konzert
Ohne Zwischenfälle lief unterdessen die Kundgebung der Plattform "Jetzt Zeichen Setzen" am Heldenplatz ab. Rund 2.000 Besucher nahmen am Konzert, bei dem u.a. Harri Stojka auftrat, sowie anschließenden Reden der Holocaust-Überlebenden Dora Schimanko und dem ehemaligen KZ-Häftling Rudi Gelbard teil.
Blockaden wurden schnell geräumt
Laut Polizei versuchten Demonstranten an mehreren Stellen kleinere Barrikaden zu errichten. Am Schwarzenbergplatz sowie am Karlsplatz wurden - von teils vermummten Demonstranten errichtete - Blockaden geräumt, dabei kam es zu mehreren Festnahmen. Auch dürften die Demonstranten Reifen von Autos aufgeschlitzt haben, wie es seitens der Polizei hieß. Auch Sachbeschädigungen wurden gemeldet, so wurden etwa Mistkübel aus ihren Verankerungen gerissen.
Weitere Festnahmen
Laut Medienberichten sollen weitere Demonstranten festgenommen worden sein. Die genaue Anzahl ist noch offen. Weiters wurde wegen ein paar wenigen Demonstranten die Zufahrt zur Hofburg gesperrt.
Ein Polizist verletzt
Beim Treiben nahe dem Volkstheater wurde ein Polizist verletzt, vermutlich ein Knalltrauma. Das bestätigt die Polizei.
Polizei verstärkt Einsatz beim Volkstheater
Auch die Feuerwehr trifft ein. Während Vermummte Richtung Spittelberg weiterziehen, wird das Feuerwehrauto mit Pflastersteinen beworfen.
Polizei begründete Abnahme
Via Twitter begründete die Polizei die Abnahme der Transparente mit Missbrauch durch Ballbesucher: "Ballbesucher missbrauchten Berechtigung, nach Provokation wurden die Transparente abgenommen."
Randale beim Volkstheater. Kurze Zeit flogen Flaschen und weitere Gegenstände in Richtung der Polizei-Blockade. Nur langsam beruhigt sich die Situation nach Eintreffen der WEGA und der Hundestaffel. Ein Polizist ging vermutlich wegen eines Böllers zu Boden.
Einige Blockaden werden von der Polizei ohne Probleme aufgelöst. Beim Volkstheater rückten bereits Polizei-Hunde an.
Polizei wird mit Böllern beworfen
Keine Eskalation bisher rund um den Akademikerball. Die Polizei wird an manchen Stellen mit Böllern beworfen, die Beamten bleiben aber ruhig.
Ballbeginn 21 Uhr
Der Akademikerball beginnt offiziell um 21 Uhr. Vereinzelt werden Taxis aufgehalten, einige wenige Vermummte versuchen gegen das Polizeiaufgebot anzukommen. Es bleibt weiterhin ruhig.
Kritik am Vorgehen der Wiener Polizei übte unterdessen der Landesparteisekretär der Wiener FPÖ, Hans-Jörg Jenewein. Diese hatte am Heldenplatz innerhalb der Sperrzone mehreren Personen Transparente mit dem Logo der Wiener FPÖ abgenommen, die sich gegen die Gegendemonstranten gerichtet hatten.
Schlusskundgebung
Die "Offensive gegen Rechts" hatte am Abend am Stephansplatz ihre Schlusskundgebung abgehalten, der Demonstrationszug wurde daraufhin beendet. Daraufhin zogen die Demonstranten zu mehreren - teils als Kundgebung angemeldeten - "Blockadepunkten" in der Innenstadt weiter.
Taxis umzingelt
Die Aktivisten versuchen nun, Taxis, die Ballgäste transportieren, zu blockieren. Die Taxis werden umzingelt und an der Weiterfahrt gehindert, vereinzelt fliegen Böller. Grund für die Polizeiaktion beim Museumsquartier ist die "Befreiung" eines solchen Taxis.
Strache: Ball "absolut legitim"
FP-Chef Heinz-Christian Strache verteidigte den Ball als Symbol für Meinungsfreiheit. "Bei diesem freiheitlichen Akademikerball geht es um die Meinungsfreiheit, um die Versammlungsfreiheit, das steht jeder politischen, demokratischen Kraft in diesem Land auch zu", sagte er gegenüber "FPÖ-TV".
U-Bahn-Station Museumsquartier geschlossen
Die U-Bahn-Station Museumsquartier wurde geschlossen. Die Linie U2 fährt durch, berichten die Wiener Linien.
Scharmützel beim Museumsquartier
Ein kleines Scharmützel gab es zwischen Demonstranten und der Polizei bei der Babenberger Straße / Museumsquartier. Die Aktivisten versuchten eine Blockade zu starten, die Polizei löste diese aber mit massivem Personaleinsatz auf.
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Festnahme am Schubertring
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Konzert am Heldenplatz
Vor der Hofburg, am Heldenplatz, hält das Bündnis "Jetzt Zeichen Setzen" eine Kundgebung und ein Konzert ab.
In der Wiener Hofburg beobachten die Ballbesucher interessiert das Geschehen davor.
Ballgegner errichten Blockaden
Über der Innenstadt kreist ein Polizeihubschrauber. Die Ballgegner verlegen ihre Aktionen nun auf sogenannte "Blockadepunkte". Damit sollen Straßen vor der Sperrzone blockiert werden, um Ballbesucher an der Durchfahrt zu hindern.
U-Bahn-Station wieder geöffnet
Die U-Bahn-Station Stephansplatz ist wieder geöffnet, die Linien U3 und U1 halten wieder in der Station.
Stephansplatz: Demo löst sich auf
Die Teilnehmer der Demo am Stephansplatz ziehen langsam ab - größere Gruppen werden von kleinen Einheiten der Polizei "verfolgt".
Polizei korrigiert Angaben: 5.000 Demonstranten
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Auf dem Heldenplatz haben sich einige hundert Personen versammelt.
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Demo-Schätzungen: 2.000 bis 9.000 Personen
Die Schätzungen der Teilnehmerzahl an der OGR-Demo gehen erwartungsgemäß weit auseinander. Während die OGR von 9.000 Teilnehmern sprach, schätzte die Polizei etwa 2.000.
FPÖ-Transparente entfernt
Kurz vor Beginn des Konzertes haben sich etwa 150 Personen am Heldenplatz eingefunden. Die FPÖ-Transparente wurden laut Polizei wieder entfernt.
Neues von den Wiener Linien: Die Straßenbahnen 2, 46 und 49 fahren nicht mehr bis zum Ring, sondern nur mehr bis zum Gürtel - gleiches gilt für die Buslinie 48A.
U-Bahn-Station Stephansplatz gesperrt
Die OGR-Demo ist am Stephansplatz angekommen. Die U-Bahn-Station wurde gesperrt, Züge der U3 sowie der U1 halten nicht. Am Rathausplatz haben sich einige Dutzend Aktivisten zu einer Kundgebung versammelt.
FPÖ-Schriftzüge in der Sperrzone
Laut Polizei handelte es sich bei den Personen, die FPÖ-Schriftzüge in der Sperrzone angebracht haben, um Ballbesucher. In der Sperrzone sind keine Kundgebungen erlaubt.
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Demozug am Stephansplatz
Der Demozug der "Offensive gegen Rechts" hat mittlerweile die Fußgängerzone am Graben erreicht und wird in Kürze am Stephansplatz ankommen.
"Letztes Jahr war mehr los", schildert ein Passant beim Hotel "Le Meridien" auf der Wiener Ringstraße gegenüber oe24.
Mit einem großen Aufgebot macht die Polizei jede Seitengasse dicht und versucht, die Demonstranten auf der Route zu halten.
Pyro-Show in der Innenstadt
Auf der Freyung werden die ersten bengalischen Feuer gezündet. Vereinzelt fliegen Böller.
Organisatoren: 10.000 Teilnehmer
Die Organisatoren der Demo durch die Innenstadt haben ihre Angaben korrigiert und sprechen nun von 10.000 Teilnehmern.
NOWKR-Seite down
Die Webseite des NOWKR-Bündnisses ist down. Nach Angaben von NOWKR handelte es sich um einen Hackerangriff, eine sogenannte DDoS-Attacke, bei der die Ressourcen eines Servers durcheine Vielzahl von Anfragen blockiert werden.
Veranstalter: 7.000 Demo-Teilnehmer unterwegs
Der Demo-Zug ist durch die Schottengasse unterwegs, flankiert von zahlreichen Polizisten. Die Organisatoren der "Offensive gegen Rechts" sprechen von7.000 Teilnehmern.
FPÖ-Transparente in der Sperrzone
Die FPÖ hat offenbar die Sperrzone vor der Hofburg dazu genutzt, Spruchbänder und Transparente aufzuhängen.
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Festnahme in Mariahilf
Die Polizei berichtet von einer weiteren Festnahme im Bereich der Mariahilfer Straße. Diesmal soll es sich um einen Mann handeln, der "der rechten Szene zuordenbar" ist.
Demozug unterwegs
Die Demo von der Hauptuni ist unterwegs; lautstark ziehen die Demonstranten Richtung Innenstadt. Bisher ist alles friedlich.
Demozug gestartet
Die Demonstranten vor der Hauptuni haben sich in Bewegung gesetzt. Nun geht es in Richtung Stephansplatz.
Tausende bei Demo vor Hauptuni
Die Veranstalter schätzen die Zahl der Menschen vor der Hauptuni - von wo aus sich ein Protestzug über die Freyung zum Stephansplatz in Bewegung setzten wird - auf etwa 4.000 Menschen.
Innerhalb der Sperrzone
Helme, Schilder und eine leere Ringstraße - so es derzeit innerhalb der Sperrzone in der Innenstadt aus.
Am gesperrten Ring sieht die Situation etwas anders aus: Dort hat die Polizei sogar Wasserwerfer aufgefahren.
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Rund um die Sperrzone hält sich die Polizei mehr oder weniger diskret zurück. Nicht nur vor der Karlskirche stehen mehrere Mannschaftstransporter geparkt.
Sperrzone
Mit zahlreichen Beamten sichert die Polizei die Sperrzone rund um die Hofburg.
Zweite Demo vor der Hauptuni
Um 17.00 Uhr soll sich die zweite Demo vom Schottenring aus in Bewegung setzen. Vor der Hauptuni haben sich bereits einige Dutzend Personen eingefunden.
Einschränkungen bei Öffis
Mit dem Beginn der Sperrzone rund um die Hofburg stellen auch die Wiener Linien um: Die Buslinien 1A, 2A, 3A sind derzeit eingestellt. Die Straßenbahnlinien am Ring werden kurzgeführt oder umgeleitet.
Erste Demo gestartet
Die erste Demo hat sich vom Wallensteinplatz aus in Bewegung gesetzt. Es geht über die Friedensbrücke in Richtung Schottenring und Schottentor. Etwa 40-60 Personen sind unterwegs.
Erste Festnahmen
Auf der A4 seien sechs Tschechen vorläufig festgenommen worden, wird Polizeisprecher Hans Golob von Radio Wien zitiert. Die Männer hätten Schlagringe, Messer und pyrotechnische Gegenstände dabei gehabt. Ein Bus aus München wurde kurz vor Wien von der Polizei kontrolliert und wieder zurückgeschickt. Das Fahrzeug sei "mit Pyrotechnik und Sturmhauben bestückt" gewesen, so Golob.
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Platzsperre und Demo-Start
Ab 16.00 Uhr gilt die Platzsperre zwischen Hofburg, MQ und Oper. Gleichzeitig startet die erste Demo in Brigittenau und macht sich auf den Weg zum Schottenring. Dort sollen sich die Teilnehmer mit einer zweiten Demo vereinigen; gemeinsam wollen sie in Richtung Stephansplatz ziehen.
Polizei verdächtigt NOWKR als kriminelle Organisation
Die Wiener Polizei hat gegen das NOWKR-Bündnis eine Anzeige wegen Bildung einer kriminellen Organisation eingebracht. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien am Freitag sagte, wird die Anzeige derzeit geprüft. Konkrete Tatverdächtige werden in der Anzeige gegen unbekannte Täter nicht genannt. Die Polizei begründet die Anzeige damit, dass NOWKR zu Gewalt aufgerufen habe.
Französische Medien nehmen das Thema auf
Der "figaro" widmet sich in der Online-Ausgabe dem massiven Polizeiaufgebot in Wien wegen des Balles der "extremen Rechten".
Die ersten Busse erreichen Wien
Hunderte Demonstranten werden aus Deutschland erwartet. Die ersten kommen schon an - und werden kontrolliert, wie auf Twitter dokumentiert wird:
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Sperrzone wird karikiert
Auf Twitter machen sich die Demonstranten über die Sperrzone in der Wiener Innenstadt lustig: Sie funktionieren das betroffene Gebiet zu einem Lila-Monster um:
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Nach Demo-Verbot: So reagieren die Gegner
Auf der Website "nowkr.at" rufen die Veranstalter der Gegendemonstration zur FPÖ-Veranstaltung in der Hofburg mit folgendem Satz zu Protesten auf - trotz Demo-Verbots: "Es erscheint uns sinnvoll, ab 18:30 in der Gegend rund um das Burgtor unterwegs und aktiv zu sein." Die Polizei ist gerüstet: Über 2.500 Beamte sind im Einsatz. Hier ein Sammelpunkt:
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Verkehrschaos droht
Ab 16.30 sind auf polizeiliche Anweisung die Buslinien 1A, 2A und 3A eingestellt, bei den Ring-Straßenbahnen 1, 2, 62, 71 und D und der Badner Bahn kommt es ab circa 17.00 Uhr zu Umleitungen und Kurzführungen, wie die Wiener Linien am Mittwoch per Aussendung mitteilten. Der Ausgang Minoritenplatz der Station Herrengasse der U-Bahnlinie U3 wird voraussichtlich ab circa 16.30 Uhr gesperrt, zeitgleich könne es auch zu Sperren der Ein- und Ausgänge anderer U-Bahn-Stationen kommen. Die Vienna Ring Tram wird ab 16.00 Uhr eingestellt. Die Wiener Linien empfehlen, rund um den Ring auf die U-Bahn auszuweichen und die Durchsagen zu beachten. Zusätzliche Mitarbeiter sind vor Ort im Einsatz, um Fahrgäste zu informieren. Der Normalbetrieb wird erst nach Verkehrsfreigabe der Polizei wieder aufgenommen.
Ballgegner machen mobil
Auf den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook wird schon fleißig gepostet. Ballgegner rufen auf, sich der Demo anzuschließen. Sow wie dieser Demonstrant - mit Schwedenbomben:
2.000 Gäste in der Hofburg
Organisator Udo Guggenbichler rechnet mit 1.500 bis 2.000 Gästen beim "Akademikerball". Die angekündigten Proteste von Aktivisten in den Ballsälen sieht der Wiener FP-Gemeinderat gelassen. Einige hätten angekündigt, die "Internationale" zu singen, das sei ihm aber "wurscht". "Jeder Gast, der sich ordentlich kleidet und ordentlich benimmt, ist willkommen", so Guggenbichler. Guggenbichler geht angesichts der Zusagen der Polizei außerdem davon aus, dass die Gäste trotz der Demonstrationen ungehindert zum Ball kommen können: "Die Polizei gewährleistet, dass es die Zufahrt für Ballgäste geben wird."
Um 17 Uhr geht es los
Bereits um 17:00 Uhr startet die "Offensive gegen Rechts" ihren Demonstrationszug vor der Universität Wien. Die Organisatoren haben auch Demonstrationen an drei "Blockadepunkten" außerhalb der Sperrzone in der Innenstadt (Kohlmarkt, Freyung und Löwelstraße) angekündigt. Untersagt hat die Polizei dagegen die Kundgebung des NOWKR-Bündnisses - wegen dessen mangelnder Distanzierung von gewalttätigen Aktionen.
Zum Ball: Mehrere Hundert kommen
Zum Akademikerball selbst werden mehrere hundert Gäste in der Hofburg erwartet. Weil einige Aktivisten angekündigt haben, den Ballgästen die Zufahrt zu blockieren, wird das Dreieck zwischen Hofburg, Schwarzenbergplatz und Museumsquartier ab 16.00 Uhr gesperrt. Bus- und Straßenbahnlinien verkehren entweder nicht oder werden kurz geführt. Zutritt erhalten nur Anrainer, Ballgäste, die Exekutive und - anders als 2013 und 2014, wo das Platzverbot auch für Medien galt - akkreditierte Journalisten. Auch auf das im Vorjahr großflächig ausgesprochene Vermummungsverbot haben die Behörden diesmal verzichtet.
Demo am Vorabend
Einen Vorgeschmack auf die heutige Demonstration gab es bereits gestern am Abend: Rund 100 Teilnehmer zogen durch die Wiener Innenstadt:
Demonstranten-Busse nehmen Kurs auf Wien
Laut der Webseite "nowkr.at" kommen aus folgenden Städten di Demonstranten angereist: Berlin, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Leipzig,München, Graz, Tübingen. Aus Österreich werden Busse aus Wels, Salzburg und Linz erwartet.
Interview mit Mirko Nueuss (NOWKR)
"Es ist erstmals realistisch, rechten Ball zu verhindern"
Mirko Neuss: Es ist sinnvoll, ab 18.30 Uhr rund um das Burgtor aktiv zu sein. Es gibt auch sonst schon eine Menge Standkundgebungen und Blockaden rund um die Sperrzone. Deshalb ist es heuer erstmals realistisch, den Akademikerball ganz zu verhindern.
Neuss: Uns geht es darum, dass der Ball mit allen Mitteln verhindert wird. Es ist legitim, sich nicht an das Gesetz zu halten, um sich gegen die Menschenfeinde in der Hofburg zu stellen. Wir haben nie zu Gewalt aufgerufen, aber wir rufen zu kräftigen Blockaden auf.
Blick auf das Wetter: Es schüttet in Wien
Seit der Früh regnet es ununterbrochen in Wien. Ob das einen Einfluss auf die Teilnehmerzahl bei den Demos haben wird? Am Nachmittag gegen 16:00 Uhr wissen wir mehr. Denn dann starten die Demonstrations-Züge.
Wiens City wird komplett abgesperrt
Zwei Demozüge wurden zugelassen. Einer führt ab 16 Uhr vom Wallensteinplatz über den Alsergrund zum Schottentor, wo er auf den zweiten trifft. Der geht ab 16:45 Uhr von dort über die Freyung zum Stephansplatz. Die Sperrzone verläuft ab 16 Uhr rund um die Hofburg. Es wird mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet. Die Buslinien 1A, 2 A und 3A werden ab 16:30 Uhr sogar eingestellt.
600 Linke aus dem Ausland
Erwartet werden rund 6.000 Demonstranten. Auf 12 Kundgebungen kommen bis zu 600 Linke, die extra mit Bussen aus dem Ausland anreisen. Auch der gefürchtete ""Schwarze Block" marschiert heute gegen Rechts auf.
Bombendrohung gegen Ball-Veranstalter
Beim Organisator des Akademikerballs, Udo Guggenbichler, ging via Twitter erneut eine Bombendrohung ein. Sein Haus wird nun polizeilich bewacht.
Unternehmer rüsten sich
Zahlreiche Geschäfte in der City schließen heute früher. Für Schäden hat die WKO eine Soforthilfe eingerichtet (Te. 01 14501099)
Was der Polizei-Einsatz kostet
Mehr als 2.500 Polizisten werden im Einsatz sein, 900 von ihnen kommen aus den Bundesländern. Kosten: Mindestens 1,5 Millionen Euro. Auch 600 WEGA-Beamte sind für heute abkommandiert.
Verkehrschaos droht
Es wird mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet. Die Buslinien 1A, 2A und 3A werden ab 16.30 Uhr sogar eingestellt.
Die Route der Demonstrationen:
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
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