Beran A. vor Gericht
Anschlagspläne auf Taylor-Swift-Konzert: Geheime Ehefrau sagt bei Terror-Prozess aus
Es ist wohl einer der größten Prozesse des Jahres, der im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Wiener Neustadt an insgesamt vier Verhandlungstagen abgehalten wird. Der Prozess startet am Dienstag, 28. April unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und wird im Mai fortgeführt. Beran A., mittlerweile schon 21 Jahre alt, muss sich zusammen mit seinem Komplizen Arda K. (21) unter anderem für die Anschlagspläne auf das Taylor-Swift-Konzert im Wiener Ernst- Happel-Stadion verantworten. Elf Anklagepunkte stehen derzeit im Raum. Beran A. drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Laut der "Bild"-Zeitung soll auch Berans Ehefrau an einem Verhandlungstag zu Wort kommen. Mit Nahri G., die erst 19 Jahre alt ist, soll der Hauptangeklagte nach islamischem Recht verheiratet gewesen sein. Auch sie soll wie ihr Ehemann Tötungsfantasien gehabt haben. „Menschen töten macht Spaß. Will alle abschlachten einfach und abschießen", lautet ein Zitat in der "Bild" von ihr.
Der damals noch 19-Jährige wollte einen Terroranschlag auf das Konzert der US-amerikanischen Sängerin am 9. August 2024 im Namen des IS begehen. Er hatte sich dazu mit weiteren IS-Mitgliedern vernetzt und ausgetauscht. Waffen wurden gekauft und Bombenpläne geschmiedet. Geplant war ein regelrechtes Blutbad beim Konzert. Mit einem Auto hätten Leute umgefahren, mit Messern Besucher attackiert werden, aber auch Sprengstoff hätte zum Einsatz kommen sollen.
Dank des US-Geheimdienstes CIA konnten die Behörden einen Tag vor den geplanten Taylor-Swift-Konzerten noch rechtzeitig einschreiten. Am 7. August 2024 wurde der Swift-Attentäter schließlich bei ihm zu Hause im niederösterreichischen Ternitz festgenommen. Sicherheitshalber wurden auch die drei Konzerte der Pop-Sängerin gecancelt.
Schon Jahre zuvor radikalisiert
Wie sich später herausstellte, begann die Radikalisierung des Österreichers mit mazedonisch-albanischen Wurzeln schon Jahre zuvor. Die beiden Angeklagten sollen gemeinsam mit Hasan E. 2023 schon zuvor drei Terroranschläge geplant haben.
Der gemeinsame Tatplan sah laut Anklageschrift vor, dass sie getrennt voneinander nach Mekka, Saudi-Arabien, Istanbul, Türkei, und Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, reisen, sich dort bewaffnen und während des Ramadans 2024 zeitgleich einen Terroranschlag in diesen Ländern verüben.
Beran A. hätte in Dubai und Arda K. in Istanbul zuschlagen sollen. Beide reisten aber unverrichteter Dinge wieder nach Wien zurück. Am 11. März stach Hasan E., der in Saudi-Arabien in Haft sitzt, in der Heiligen Moschee in Mekka auf einen Sicherheitsbeamten mit einem Messer ein. Als drei weitere Securitys versuchten, ihn zu verhaften, griff er auch diese an und verletzte sie sowie eine weitere anwesende Frau.
Beran A. ließen seine Fantasien, einen Anschlag zu begehen, allerdings nicht los. So reifte schließlich unter anderem sein Plan, einen Anschlag auf das Taylor-Swift-Konzert zu verüben. Vertreten wird er von der Strafverteidigerin Anna Mair.
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