399 Euro fürs Umdrehen verrechnet
Wirbel um Abzocke am Privat-Parkplatz
Penzing. Die Wiener Firma „Zupf di“ wird wohl bei Autofahrern keine Beliebtspreise gewinnen – sie ist spezialisiert darauf, den Grundbesitzern privater Parkplätze dabei zu helfen, „ihr Recht durchzusetzen“. Im Klartext: Gemeinsam mit Rechtsanwälten stellt die Firma Autofahrern, die illegal private Parkplätze benützt haben und dabei fotografiert oder gefilmt wurden, geschmalzene Unterlassungserklärungen zu – entweder man zahlt 399 Euro oder es wird eine Besitzstörungsklage eingebracht, die locker 1.000 Euro Verfahrenskosten mit sich bringt.
Teure Sekunden. Zuletzt geschah das immer öfter auf einem privaten Parkplatz in Penzing, den viele Autofahrer fürs Umdrehen nützen, was nur einige Sekunden dauert, einem Wiener jetzt aber gleich fünf Rechtsanwaltsbriefe mit einem Gesamtwert von knapp 2.000 Euro einbrachte.
ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer fordert laut ORF jetzt eine Gesetzesänderung, um diese Abzocke zu unterbinden.
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