Schwarzer Monitor
Verrückt: Ultra steckt VAR-Bildschirm aus
Dieser Preußen-Ultra hat den Traum vieler Fans erfüllt. In der 2. deutschen Bundesliga kam beim Spiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC Berlins Michaël Cuisance (26) im Strafraum zu Fall. Für den Schiedsrichter Felix Bickel war im ersten Moment der Kontakt von Münsters Niko Koulis (26) zu wenig. Doch der VAR hatte einen besseren Blick auf die Situation.
Dieser schickte den Unparteiischen zum Monitor, um sich die Szene noch einmal anzuschauen. Daraus wurde aber nichts. Der Bildschirm war ausgeschaltet. Ein Preußen-Ultra kletterte über den Zaun und steckte den VAR-Monitor aus, wie die „Bild“ berichtet. Während der Sabotage zeigten die Preußen-Ultras noch einen Banner, worauf stand: „Dem VAR den Stecker ziehen.“
Ultra steckte Monitor aus
Auf Fotos ist der mutmaßliche „VAR-Killer” mit grüner Sturmhaube zu sehen. Dabei sprang er vom Innenraum des Stadions wieder zurück auf die Tribüne. Ob er tatsächlich den Stecker gezogen hat, ist derzeit unklar. Offen sind weiterhin die Fragen, warum der Stromanschluss so leicht zugänglich war und warum niemand auf die Idee kam, den Monitor wieder einzustecken.
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Wegen des ausgeschalteten Bildschirms konnte der Schiedsrichter selbst keine Entscheidung treffen. Also musste die Videoassistentin übernehmen.
Hertha mit Last-Minute-Sieg
Bickel erklärte danach die Entscheidung über die Stadionlautsprecher: “Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft. Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass der 24er von Münster Cuisance klar am Schienbein trifft. Deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoß.„ Rafalski (44) war bei dieser Partie als Video-Assistentin im Einsatz.
Den Elfmeter versenkte Hertha-Kapitän Fabian Reese (28) zur 1:0-Führung (45. +4). In der 46. Minute gleichte Preußen durch einen Kopfball von Jannis Heuer (26) aus. Die Entscheidung brachte Hertha-Joker Martin Winkler. Er schießt seine Hertha in der 93. Minute zum 2:1-Auswärtssieg.
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