»Er liebt Alkohol«
Das steckt hinter Bellinghams provokantem Bier-Jubel
Minute 80: Real-Star Bellingham trifft zum 6:1 gegen die AS Monaco. Doch anstatt wie gewohnt die Arme auszubreiten, lehnt der Engländer den Kopf zurück und lässt die Hände kreisen – als würde er sich ein Getränk nach dem anderen genehmigen. Ein kurzer Blick auf die Tribüne, ein schelmisches Lächeln. Im Stadion ist sofort klar: Dieser Jubel ist mehr als reine Torfreude.
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AuronPlay: »Er liebt Alkohol«
Denn was in den vergangenen Wochen über den 22-Jährigen, der medial als einer der Sündenböcke für das schnelle Aus von Xabi Alonso galt, geschrieben und erzählt wurde, hatte mit Fußball oft nur am Rande zu tun. Denn nach schwächeren Auftritten rückten plötzlich angebliche Clubnächte und Alkoholgeschichten in den Fokus. Der Tenor: Bellingham genieße das Madrider Nachtleben zu sehr – eine These, die sich hartnäckig hielt, obwohl Beweise ausblieben.
Zusätzlich angeheizt wurden die Gerüchte vom spanischen Streamer AuronPlay (30 Millionen Follower), der öffentlich behauptete, Bellingham liebe Alkohol „einfach zu sehr“ und kenne „jede Disco in Spanien“.
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»Ich kenne die Wahrheit«
Während die Gerüchte immer lauter wurden, blieb Bellingham auffällig gelassen. Er sprach über die sportliche Lage bei Real, über den Anspruch der Königlichen – nicht aber über die Party-Geschichten. Bis zu diesem Dienstagabend auf der größten Bühne Europas, der Champions League.
Sein Jubel war die Antwort. Keine Rechtfertigung, kein Social-Media-Post – sondern Ironie. In der Mixed Zone erklärte der 22-Jährige anschließend: „Viele Leute behaupten viele Dinge. Es fühlt sich an, als könnte heutzutage jeder vor die Kamera treten, sagen, was er will, und die ganze Welt glaubt das – ohne Beweis. Es gibt zwei Wege: Du kannst weinen oder du kannst darüber lachen. Ich kenne die Wahrheit und weiß, was in meinem Privatleben vor sich geht.“
Der große Befreiungsknall
Dass Bellingham dabei so locker wirkte, kam nicht von ungefähr. Bei Real Madrid hatte sich der Druck zuletzt spürbar gelöst. Nach unruhigen Tagen und lauten Diskussionen wirkte das 6:1 gegen Monaco wie ein reinigendes Gewitter. Pfiffe verwandelten sich in Applaus, Anspannung in Spielfreude. Schon beim 2:0 gegen Levante hatte es wieder geknistert – auf Europas Bühne folgte nun der große Knall.
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