Wirbel in England
Heftige Kritik an Tuchel wegen "Teilzeitjob"
Die stolze Fußball-Nation England wartet seit 1966 auf einen großen Titel. Damals konnte man bei der Heim-WM in England den legendären Pokal in die Höhe stemmen. Seitdem waren 20 weitere Trainer Teamchef der Three Lions. Allerdings konnte keiner eine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft gewinnen.
Mit Thomas Tuchel ist seit 1. Jänner 2025 erstmals in der Geschichte ein deutscher Übungsleiter im Amt. Doch nicht jedem dürfte das gefallen. Weil immer wieder Gerüchte aufkochten, dass Manchester United oder Real Madrid bei Tuchel angefragt haben, ob er nach der WM wieder einen Verein übernehmen will, handelten die Verantwortlichen der FA und verlängerten schon im Februar seinen Vertrag bis 2028.
Für viele Experten ein unverständlicher Schritt. Ex-Teamspieler Danny Murphy spricht gegenüber Casino Hawks bei der Entscheidung sogar von einem großen Fehler. Der ehemalige Liverpool-Star meint, dass es verzweifelt wirkt und unterstellt den Sport-Bossen, dass sie keinen Plan haben.
Unnötiges Risiko
Er hinterfragt, was passiert, sollte die WM zum Flop werden, da Tuchel in seiner Laufbahn als Three-Lions-Dompteur noch keine Erfolge vorzuweisen hat. Seiner Meinung nach hätte man „dieses Risiko nicht eingehen“ müssen. „Vielleicht hatten sie Bedenken, dass andere Vereine versuchen könnten, ihn abzuwerben“, redete sich der Brite weiter in Rage.
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Doch das war erst der Anfang. „Er wird sehr gut bezahlt, um einen Teilzeitjob bei einer der talentiertesten Mannschaften der Welt zu übernehmen. Hätten sie nach dem Turnier verhandelt, wären sie immer noch in einer hervorragenden Position. Wenn er Nein gesagt hätte, gäbe es viele andere gute Trainer“, lässt Murphy kein gutes Haar an den Entscheidungsträgern.
Er hat auch keine große Hoffnung, dass der Titel-Fluch der Three Lions im Sommer endet. Für den 49-jährigen Ex-Kicker führt der Weg zum Erfolg über Spanien.
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