U17-WM in Doha
»Das crazy oida«: ÖFB-Boys schießen sich ins Halbfinale
Goldtorschütze Johannes Moser & Co. bleiben damit auch im sechsten Turnierspiel beeindruckend stabil: 15:1 Tore, nur ein einziger Gegentreffer – eine beinahe makellose Bilanz. Im Halbfinale wartet nun der Sieger aus dem Duell Italien gegen Burkina Faso.
Nach dem Motto „Never change a winning team“ vertraute Teamchef Hermann Stadler wieder jener Sensations-Elf, die England mit einem 4:0-Schock aus dem Turnier geschossen hatte. Nur eine Umstellung war unumgänglich: Kreuzbandriss bei Torjäger Dominik Dobis, darum rückte Nicolas Jozepovic als Sturmchef in die Startelf.
Arsenal-Legende schaut bei ÖFB-Show zu
Auf den Rängen: prominenter Besuch! Arsenal-Trainerlegende Arsène Wenger höchstpersönlich wollte sehen, wer seine Engländer so beeindruckend rausgekegelt hatte. Doch am Rasen legten zunächst die Japaner los. Die flinken Asiaten starteten mit einer Pressing-Show im Turbo-Modus, setzten Österreich schon beim ersten Kontakt unter Druck und wirkten in den Anfangsminuten viel spritziger.
Die ÖFB-Junioren hatten Mühe, den Ball kontrolliert laufen zu lassen und Ordnung ins Spiel zu bringen. Nach einer kurzen Aufwärmphase kämpfte sich die Stadler-Elf aber rein und kam zur ersten Mega-Chance: Jozepovic in der 30. Minute, frei vorm Tor – doch sein Abschluss fällt zu zentral aus.
Moser mit dem »Freistoß von Doha«
Passend zur bisherigen Turniergeschichte: Von 14 ÖFB-Toren fiel nur eines vor der Pause. Österreich bleibt das Spätstarter-Team. Und genau das bestätigte sich nach dem Seitenwechsel – mit voller Wucht! Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, da holten Jozepovic & Co. zum ersten großen Schlag aus: Werner bringt eine Ecke perfekt in den Rückraum, dort steht Moser völlig blank, nimmt den Ball mit links – BOOM! Der Schuss schlägt im Netz ein. 1:0 (49.) Österreich!
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Japan warf nach dem Rückstand sofort alles nach vorne – doch an Keeper Posch bissen sie sich ein ums andere Mal die Zähne aus. Das ÖFB-Team, defensiv bärenstark und extrem abgeklärt, lauerte im Gegenzug auf den entscheidenden Konter. Die perfekte Chance zum Nachlegen wollte sich jedoch lange nicht ergeben. Erst in der Nachspielzeit (90.+4) wurde es noch einmal heiß: Nach einem Foul im Strafraum gab es Elfmeter für Österreich. Deshishku tritt an – und scheitert. Doch der vergebene Strafstoß war paar Minute später aber schon wieder vergessen, denn dann ertönte der erlösende Abpfiff. Das 1:0 reicht – Österreich steht im Halbfinale!
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