Pleite in Serbien
ÖFB-Abwehrchaos: "Das ist nur mental"
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Dritter Spieltag der WM-Qualifikation, Österreich tritt auswärts in Serbien an. Teamchef Marcel Koller muss auf seinen verletzten Einser-Goalie Robert Almer verzichten. Leverkusen-Legionär Ramazan Özcan rutscht in die Startelf.
Nach sechs Minuten die kalte Dusche. Die Serben schalten blitzschnell um, Tadic legt quer auf Mitrovic, der in Seelenruhe zum 1:0 einschiebt.
Doch Alaba und Co. lassen die Köpfe nicht hängen und geben in der 15. Minute die perfekte Antwort. Klein sucht Janko in der Mitte, Mitrovic grätscht in den Ball und serviert ihn perfekt für Sabitzer. Der Leipzig-Legionär stellt auf 1:1.
In der 23. Minute der nächste Rückschlag. Baumgartlinger verliert den Ball, Hinteregger attackiert zu zögerlich, wieder spielt Tadic zur Mitte. Und wieder steht Mitrovic goldrichtig – 2:1 für Serbien.
Die zweite Hälfte ist 17 Minuten alt, als das rot-weiß-rote Lage wieder jubelt. Junuzovic spitzelt den Ball in den Strafraum, Serbiens Goalie pariert den Schuss von Arnautovic. Gegen den Nachschuss von Janko ist er aber machtlos – 2:2.
Länge währt die Freude aber nicht. In der 74. Minute löst sich der überragende Tadic von Wimmer und schießt humorlos ins kurze Eck zum 3:2 für Serbien ein.
Die ÖFB-Elf wirft alles nach - in der 81. Minute lässt aber Arnautovic die Riesenausgleichs-Chance liegen. In der vierten Minute der Nachspielzeit bringt Joker Schöpf nicht genügend Druck hinter seinen Schuss.
Es bleibt beim 2:3 – die Nationalmannschaft geht nach 13 Quali-Spielen erstmals wieder als Verlierer vom Platz.
Was ist nur mit unserer Defensive los? Sie kassierte in den ersten drei Begegnungen der WM-Qualifikation bereits sechs Tore - also um eines mehr als in den zehn Partien der EM-Quali. Nachdem es zu Hause gegen Wales trotz zweier Gegentreffer zu einem 2:2 reichte, waren deren drei in Serbien zu viel.
+++ 2:3-Pleite! ÖFB-Team unterliegt den Serben +++
"Wir haben in der ersten Hälfte nicht kompakt gespielt, auch in der Vorwärtsbewegung haben wir Bälle verloren. Sie haben sehr gute Fußballer, die das brutal gut ausgenützt haben“, analysierte Marcel Koller nach der 2:3-Pleite. Mit unnötigen Ballverlusten und schlechter Abstimmung wurde Serbien förmlich zum Toreschießen eingeladen.
Der Teamchef ortete insbesondere in der Rückwärtsbewegung gravierende Mängel: "Das ist nur mental, das ist die Bereitschaft, den Weg zu gehen. Sie können es ja, das haben sie schon gezeigt. Man soll vorne nicht spekulieren, sondern muss Wege nach hinten konsequent gehen." Tut man das nicht, entstehen Räume. Man selbst ist dann fast blinder Passagier.
Verunsicherung und Übereifer
Marko Arnautovic, wieder einer der Aktivposten, weiß das: "Wenn wir auswärts spielen und in gleich drei Konter-Tore laufen, müssen wir uns hinterfragen." Hinzu kam Pech im Abschluss. Gegen Wales erzielte der Stoke-Legionär einen Doppelpack, diesmal fehlte die Präzision. "Wir hatten genug Chancen, ich hatte genug. Es ist bitter und es schmerzt natürlich."
Die besten Bilder zu Serbien - Österreich
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Besonders schmerzhaft war die Partie für Julian Baumgartlinger. Der Kapitän musste genauso verletzt raus wie Aleksandar Dragovic, der seit der enttäuschenden EM völlig von der Rolle ist. Er und Baumgartlinger lassen die Selbstverständlichkeit vermissen. Bei Neu-Arbeitgeber Leverkusen sind beide zu oft zum Zuschauen verdammt - das ist ihnen anzumerken.
+++ Darum kam Koller im Golfcart zum Spiel +++
Koller ist nun gefordert: Er muss der Mannschaft wieder Stabilität verleihen, mitunter sein gewagtes Experiment mit Kevin Wimmer auf der linken Seite überdenken. Jener leistete sich ebenso grobe Fehler wie der übereifrig wirkende Martin Hinteregger. Die Konsequenz: ein Abwehrchaos in Rot-Weiß-Rot.
Autsch! Die Serbien-Niederlage schmerzt
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ÖSTERREICH-Fußball-Experte Walter Unterweger analysiert für oe24.TV Österreichs 2:3-Niederlage in Belgrad.
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