Weiter Wirbel
FIFA-Boss Infantino spricht wieder von teureren WM-Tickets
Von 11. Juni bis 19. Juli blickt die ganze Welt heuer gespannt nach Mexiko, Kanada und die USA. Dort findet die 23. FIFA-Weltmeisterschaft statt und schon im Vorfeld gibt es rund um das Mega-Event jede Menge Wirbel.
Angefangen von US-Präsident Donald Trump, der mit Einreisebeschränkungen einigen Fans das Leben schwer macht, oder seine Freundschaft zu FIFA-Präsident Gianni Infantino, der ihm bei der Gruppen-Auslosung in Washington den neu erfundenen Friedenspreis überreichte. Hinzu kamen die Horrorpreise für die WM-Tickets bei den Fans, die den Besuch eines Spiels teurer machen als einen Skiurlaub für eine vierköpfige Familie.
Mittlerweile werden aufgrund der politischen Lage auch Rufe nach einem Boykott der XXL-Endrunde lauter. Der Zorn über die Teuer-Tickets ist mittlerweile verflogen, alle, die ihre Nation bei der Weltmeisterschaft vor Ort anfeuern wollen, haben sich bereits registriert und für die Karten beworben.
Kuriose Infantino-Rede in Davos
Beim WEF in Davos hatte nun auch Infantino seinen großen Auftritt, wo er erklärte, wie die Vergabe laufen wird. Aufgrund der großen Nachfrage spricht der Boss des Fußball-Weltverbandes davon, dass es eine Ziehung geben werde, wo ermittelt wird, wer einen Platz im Stadion erhält.
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Zeitgleich kündigt er noch höhere Preise an, sobald die Karten verlost sind. Laut Infantino wollen derartig viele Menschen ein WM-Spiel im Stadion sehen, dass auf etwaigen Plattformen zum Weiterverkauf die Preise in die Höhe schießen werden und wirbt zugleich auch auf die offizielle Weiterverkaufs-Seite der FIFA.
Dort soll der Preis für ein Finale-Ticket derzeit aber schon bei knapp 200.000 Dollar liegen. Infantino schilderte, dass in den USA der Weiterverkauf von Eintrittskarten auf Wiederverkaufsplattformen „völlig legal“ sei. Weiters meint er: „Dafür gibt es ein Gesetz, also müssen wir das natürlich zulassen.“
Alle Spiele ausverkauft
Der 55-Jährige ist überzeugt, dass alle Spiele ausverkauft sein werden und nicht, wie vergangenen Sommer bei der Klub-Weltmeisterschaft, die Stadien teils halb leer sein werden. In einer Ansprache, die an seinen Freund Trump erinnerte, zieht er auch einen kuriosen Vergleich. Demnach habe man in „fast 100 Jahren WM-Geschichte“ 50 Millionen Eintrittskarten verkauft. Mit den Anfragen für die anstehende Endrunde hätte man „die Anfragen für 1.000 Jahre Weltmeisterschaften auf einmal“.
Laut dem US-Sportportal ESPN sind die billigsten Kartenpreise auf der Weiterverkaufsplattform der FIFA derzeit um 16.000 Euro zu haben. Damit würde man mittlerweile das Doppelte des ursprünglichen Preises bezahlen müssen. Denn für ein normales Spiel wurden Preise zwischen 60 und 8.000 Euro verlangt.
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Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP antwortete die FIFA in einem offiziellen Statement: „Wir konzentrieren uns darauf, sowohl bestehenden als auch potenziellen Fans einen fairen Zugang zu unserem Spiel zu gewährleisten. Die Wiederverkaufsgebühren der FIFA orientieren sich an den nordamerikanischen Branchentrends in verschiedenen Sport- und Unterhaltungsbereichen.“
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