Ausnahmezustand
Kriegszustände in Mexiko: FIFA trifft WM-Entscheidung
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Weniger als vier Monate vor dem Beginn der WM gibt es große Sorge um die Sicherheit von Spieler und Fans.
Es waren dramatische Bilder, die aus Mexiko auch zu uns kamen. Am Sonntag töteten mexikanische Sicherheitskräfte den berüchtigten Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als „El Mencho“. Kurz nach Bekanntwerden seines Todes kam es zu landesweiten Gewaltexzessen. In mehreren Bundesstaaten errichteten mutmaßliche Kartellmitglieder Straßensperren mit brennenden Fahrzeugen, setzten Geschäfte und Busse in Brand und blockierten wichtige Verkehrsachsen – Taktiken, die das öffentliche Leben faktisch lahmlegen.
In Guadalajara, einem WM-Spielort, brachen am Montag Panik und Chaos aus. Videos zeigen Menschen, die sich am Flughafen in Sicherheit bringen, Familien, die Schutz suchen, und Rauchwolken, die über der Metropole aufziehen. Fluggesellschaften wie Air Canada und United Airlines sagten Flüge nach und von Puerto Vallarta und Guadalajara ab, nachdem die Bedrohungslage eskalierte und internationale Behörden Reisende warnten.
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FIFA stärkt Mexiko den Rücken
Während Fans und Experten bereits die Verlegung von WM-Spielen forderten, versucht FIFA-Chef Gianni Infantino die Diskussionen im Keim zu ersticken. „Mexiko ist ein großartiges Land, es ist ein Fußballland, und wie in jedem Land der Welt passieren Dinge. Wir leben nicht auf dem Mond. Wir haben Polizei und Behörden, die für Ordnung und Sicherheit sorgen werden“, sagte er bei einer Veranstaltung des kolumbianischen Fußballverbands.
„Von meiner Seite und von Seiten der FIFA besteht absolutes Vertrauen in Präsidentin Sheinbaum. Wir wissen, dass sie heute wichtigere Dinge zu tun haben, als über Fußball zu sprechen, aber Fußball ist ein wichtiger Teil Mexikos.“
„Wir unterstützen Präsidentin Sheinbaum mit all unserer Kraft. Sie ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit und teilt diese Leidenschaft für den Fußball. Deshalb gehen wir gemeinsam mit Mexiko voran und setzen fort, was ein großes Fest für Mexiko und die ganze Welt werden wird“, betonte er.
In Mexiko finden insgesamt 13 WM-Spiele statt, vier davon in Guadalajara. Österreich absolviert alle Begegnungen in den USA.
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