Ski-Ärger
FIS klärt Hubschrauber-Chaos – Donnerstag-Abfahrt am wahrscheinlichsten
Nach dem emotionalen Auftritt der ÖSV-Speedfahrer rund um Vincent Kriechmayr erhält der Vorfall um das Training ohne Hubschrauber eine neue Wendung. Laut FIS-Renndirektor Markus Waldner war der „fehlende Heli“ kein Regelbruch, sondern ein Kommunikationsproblem.
Die Teamärzte seien früh über einen erlaubten Alternativplan informiert worden: Bei Nebel sollte ein möglicher Verletzter über den Rettungsweg ins Tal gebracht werden. Waldner: „Es ist nicht verpflichtend, wenn man einen Plan B hat.“
Die Information sei an die Teams gegangen – „aber offenbar nicht an die Athleten, bevor sie zu den Medien gehen und ein Chaos verursachen“. Genau das hatte die ÖSV-Stars verärgert: Kriechmayr sprach von einem „speziellen Vorgehen“, Stefan Eichberger von einer „absoluten Frechheit“.
Abfahrt wohl schon am Donnerstag
Sportlich bleibt die Lage angespannt. Das wetterbedingt grenzwertige Training vom Dienstag könnte das einzige bleiben. Wegen neuer Niederschläge am Freitag gilt eine vorverlegte Abfahrt am Donnerstag als wahrscheinlich. Die endgültige Entscheidung ist noch ausständig.
Die Strecke bleibt wie angekündigt verkürzt: Der Zielbereich wurde nach oben verlegt, der Abgang in den eigentlichen Zielraum ist stark steinig. „Das möchte ich meinem Servicemann nicht antun“, sagte Kriechmayr lächelnd.
Österreich setzt in Beaver Creek vor allem auf den Oberösterreicher: Die starken Super-G-Plätze in Copper Mountain (Rang zwei bis vier durch Kriechmayr, Haaser, Babinsky) geben Grund zur Zuversicht. Marco Schwarz lässt die Abfahrt aus und konzentriert sich auf Super-G, RTL und Slalom.
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