Ukraine-Krieg
Gipfel-Absage: Selenskyj hat brisanten Verdacht
Der geplante Gipfel zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Budapest ist geplatzt. Trump möchte sich nach eigenen Worten erst dann mit Putin treffen, wenn ein produktiver Gipfel mit dem Russen zu erwarten ist. „Ich möchte kein vergeudetes Treffen.“ Er wolle keine Zeit verschwenden, bis er sehe, was passiert.
Auf der Plattform „X“ (vormals Twitter) hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft zum abgesagten Treffen zwischen Trump und Putin geäußert. Dabei machte Selenskyj deutlich, dass er Putin für das Scheitern der Gespräche verantwortlich macht.
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Putin hat Trump manipuliert
Nach Selenskyjs Einschätzung sei es der Kremlchef gewesen, der Trump hingehalten habe. „Kaum sind die (amerikanischen) Langstreckenwaffen (Tomahawk) in die Ferne gerückt, hat Russland automatisch sein Interesse an Diplomatie verloren.“
Der ukrainische Präsident deutete zudem an, dass Putin es erneut geschafft habe, Trump zu manipulieren: „Wir haben Russland gezwungen zu zeigen, dass die Tomahawks gerade die Karte sind, die sie ernst nehmen.“
Trump hatte am Donnerstag nach einem Telefonat mit dem Kremlchef überraschend bekanntgegeben, dass er Putin in der ungarischen Hauptstadt treffen wolle, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Einen Zeitpunkt nannte der Republikaner zunächst nicht - kurz darauf sagte er aber, der Gipfel werde „wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen“ stattfinden.
Was genau seitdem passiert ist, ist unklar. Der Kreml hatte ohnehin eher Brems-Signale gesendet und sah noch einigen Klärungsbedarf vor einem solchen Treffen. „Es sind noch viele Hausarbeiten zu erledigen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge am Montag. Die Außenministerien beider Länder müssten eine Vielzahl offener Fragen behandeln.
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