Aufregung im Netz
Giraffen-Tod: Shitstorm gegen Zoo
Nach der Tötung eines Giraffenjungen in Kopenhagen richtet sich ein Sturm der Entrüstung gegen den Direktor des Zoos. Das eineinhalb Jahre alte Tier "Marius" war am Sonntag betäubt und erschossen worden, weil es nicht mehr genügend Platz im Zoo gab. Wegen der Inzuchtgefahr konnte es nach Zooangaben auch nicht in einen anderen europäischen Tierpark umziehen.
Ein Teil des Jungtiers war an die Löwen im Zoo verfüttert worden. Auf Facebook rissen die wütenden Kommentare am Montag nicht ab: "Schäm dich, Kopenhagener Zoo", lautete etwa ein Eintrag. "Ihr habt eine unschuldige Baby-Giraffe getötet!"
Dänischer Zoo ließ Giraffe "Marius" töten
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Tötung auch in Wien möglich
Auch im Tiergarten Schönbrunn sei eine ähnliche Vorgehensweise möglich, sagte Fachtierarzt Thomas Voracek. Wie der Kopenhagener Zoo ist auch der Tiergarten Schönbrunn Mitglied in der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA). Diese sieht ein strenges Zuchtprogramm für Giraffen vor. Weil Marius ein ähnliches Genmaterial wie die Giraffen in den anderen 300 EAZA-Zoos aufwies, konnte er in keinem von ihnen aufgenommen werden.
Würde in Schönbrunn ebenfalls ein Giraffenbaby geboren werden, das aufgrund von Inzuchtgefahr nirgendwo Aufnahme fände, könnte es zu einer ähnlichen Vorgehensweise wie in Kopenhagen kommen. Auch die Verfütterung eines Zootieres an andere Zootiere sei erlaubt, betonte Voracek. Er sehe die öffentliche Verfütterung von Marius an Raubtiere im Kopenhagener Zoo daher "emotionslos".
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