Fünf Tote und dutzende Verletzte
Jugendliche sterben bei Ansturm auf Rap-Konzert
Algier. Bei einer Massenpanik vor einem Rap-Konzert in der algerischen Hauptstadt Algier sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere seien bei dem Unglück am Donnerstagabend verletzt worden, acht von ihnen lebensgefährlich, sagte ein Vertreter des algerischen Zivilschutzes am Freitag.
Das Unglück ereignete sich an einem Stadioneingang vor einem Konzert des bekannten Rappers Soolking, der der algerischen Protestbewegung nahesteht. Bei den Toten handelte es sich den Angaben des Zivilschutzvertreters Nassim Bernaoui zufolge um zwei junge Frauen im Alter von 19 und 22 Jahren sowie um einen 13-Jährigen und zwei junge Männer im Alter von 16 und 21 Jahren. 86 leicht verletzte Menschen wurden noch am Unglücksort behandelt, von denen 32 ins Krankenhaus gebracht wurden.
Mehr als 30.000 Fans beim Konzert
Die amtliche Nachrichtenagentur APS berichtete, das Konzert habe mit einer Verspätung von 30 Minuten wie geplant stattgefunden. Demnach besuchten mehr als 30.000 junge Menschen das Soolking-Konzert.
Der auf Verteidigung und Sicherheit spezialisierte algerische Journalist Akram Kharief sagte, seit dem Nachmittag hätten tausende Fans des Rappers vor dem Stadion auf Einlass gewartet. Es habe jedoch nur "vier kleine Eingänge" gegeben, an denen die Konzertbesucher einzeln eingelassen worden seien. Dies habe eine Massenpanik verursacht, sagte Kharief. "Die Leute sind gestürzt."
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Der algerische Rapper Soolking lebt in Frankreich. Sein Song "Die Freiheit" wurde immer wieder bei den regierungskritischen Protesten der vergangenen Monate in Algerien angestimmt. Nach zwei Jahrzehnten an der Macht hatte Präsident Abdelaziz Bouteflika Anfang April nach heftigen Protesten der Bevölkerung sein Amt niedergelegt. Die Proteste in dem nordafrikanischen Land gegen die amtierende Regierung dauern jedoch an.
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