"Sinnloser Krieg"
Weihnachtsfrieden? Merz setzt Putin unter Druck
Deutschland. Nach dem Ukraine-Gipfel in Berlin hat der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz Russland eindringlich zu einer Waffenruhe über die Weihnachtsfeiertage aufgerufen. Er appellierte an Präsident Wladimir Putin, die Kämpfe zumindest vorübergehend auszusetzen, und sprach von einem "sinnlosen Krieg", der wenigstens für kurze Zeit ruhen müsse. "Vielleicht hat die russische Staatsführung noch einen Rest menschlichen Anstands und lässt die Bevölkerung über Weihnachten einmal in Ruhe", richtete Merz deutliche Worte an Putin. Unterstützung für die Initiative kommt sowohl aus den USA als auch von der Ukraine.
Zu den Gesprächen war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Berlin gereist. Im Mittelpunkt stand ein von den USA vorgelegter Friedensplan. Am Gipfel waren neben europäischen Partnern auch eine US-Delegation unter Leitung von Sondergesandtem Steve Witkoff beteiligt. Ob die Gespräche langfristig Erfolg haben, ist offen, kurzfristig liegt der Ball jedoch beim Kreml. "Es liegt jetzt allein an Russland, ob bis Weihnachten ein Waffenstillstand gelingt", zitiert die "Bild"-Zeitung den deutschen Bundeskanzler. Merz betonte, erstmals seit Kriegsbeginn seien die Voraussetzungen für einen Waffenstillstand gegeben.
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Auch andere Staats- und Regierungschefs äußerten vorsichtigen Optimismus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Polens Regierungschef Donald Tusk verwiesen auf die Geschlossenheit zwischen Europäern, Ukrainern und Amerikanern. "Vielleicht zum ersten Mal wird so deutlich, dass die Ukraine, die Amerikaner und die Europäer auf derselben Seite stehen", sagte Tusk. US-Präsident Donald Trump sprach von Fortschritten und zeigte sich optimistisch, räumte jedoch ein, dass der Weg zu einer Waffenruhe schwierig bleibe. Eine Reaktion Moskaus steht bislang aus.
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