NS-Kriegsverbrecher

Neue Indizien gegen Demjanjuk

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Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher soll sich kurz nach dem 2. Weltkrieg selbst belastet haben.

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Gegen den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk gibt es laut einem "Focus"-Bericht neue Indizien. Der mutmaßliche Aufseher im Vernichtungslager Sobibor habe sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg selbst schwer belastet. Er habe Sobibor damals in seinen Visa-Anträgen für die Einreise in die USA als seinen Aufenthaltsort bis zum Jahr 1943 angegeben. In den 1980er Jahren hatte Demjanjuk die Angaben dann widerrufen.

Die Staatsanwaltschaft München hält den 89-Jährigen nach "Focus"-Informationen für zumindest eingeschränkt prozessfähig. In wenigen Tagen erwarteten die Ermittler ein ärztliches Gutachten, das auch festlegt, wie viele Stunden der Beschuldigte täglich einer Verhandlung folgen kann. Danach solle Mitte Juli die Anklage erfolgen.

Demjanjuk war im Mai von den USA nach Deutschland überstellt worden. Ihm soll in München wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum Mord an 29.000 Juden der Prozess gemacht werden. Der gebürtige Ukrainer soll 1943 für ein halbes Jahr zu den Wachmannschaften des NS-Vernichtungslagers Sobibor in Polen gehört haben. Ob es tatsächlich zum Prozess kommt, hängt von seiner Verhandlungsfähigkeit ab.

Demjanjuk landet in München


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Demjanjuk in DeutschlandDer mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk ist heute in Deutschland angekommen. (Archiv-Foto)

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Demjanjuk in DeutschlandDer ehemalige KZ-Aufseher wurde aus seinem Haus in Cleveland,Ohio geholt.

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Demjanjuk in DeutschlandEs wurde ein Sichtschutz aufgebaut. (Zu sehen ist Demjanjuks Enkeltochter)

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