Nach Waffenkontrolle

Zwei Beamte erschossen: Täter verschanzt sich

© Getty Images/iStockphoto
Bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle wurde ein Mitarbeiter des Landratsamtes erschossen. Der mutmaßliche Täter verschanzte sich anschließend in einem Wohnhaus. Nun gibt es eine traurige Gewissheit: Auch seine Kollegin ist tot.
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Gegen 14 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberpfalz mehrere Meldungen über Schüsse im Bereich Berngau ein. Kurz darauf rückten zahlreiche Einsatzkräfte an.

Inzwischen steht fest: Die Schüsse fielen während einer routinemäßigen Waffenkontrolle. Dabei wurde ein Mitarbeiter des Landratsamtes Neumarkt getötet.

Eine Kollegin begleitete den Mann bei der Kontrolle. Sie galt zunächst als vermisst. Nun wurde ihre Leiche von Spezialkräften der Polizei aus jenem Wohnhaus geborgen, in dem sich der bewaffnete Tatverdächtige weiterhin aufhält.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz deutet die Auffindesituation darauf hin, dass die Frau bereits im Zuge der zu Einsatzbeginn gemeldeten Schüsse tödlich verletzt wurde.

Mutmaßlicher Täter verschanzt sich

Nach der Tat soll sich der mutmaßliche Täter in einem Wohnhaus im Ortskern von Berngau verschanzt haben. Die Polizei steht nach eigenen Angaben weiterhin mit dem Mann in Kontakt und versucht, die Situation ohne Gewalt zu beenden.

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass sich der Tatverdächtige allein im Gebäude befindet. Spezialisten für Einsatzkommunikation stehen weiterhin telefonisch mit ihm in Verbindung.

Der Ortskern wurde großräumig abgesperrt. Die Polizei fordert die Bewohner auf, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen und den Bereich zu meiden.

Polizei hält sich zu Täter bedeckt

Zur Identität des mutmaßlichen Täters gibt es bislang keine bestätigten Angaben. Auch ist weiterhin unklar, wie viele Schüsse abgegeben wurden und welche Waffe dabei verwendet wurde.

Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Sportschützen handeln. Diese Information ist bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.

Großeinsatz dauert bereits mehrere Stunden

Der Großeinsatz dauert bereits seit mehreren Stunden. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützt die Polizei und die Bevölkerung mit rund 70 Einsatzkräften. Neben der medizinischen Versorgung kümmern sich die Helfer auch um die Betreuung und psychosoziale Unterstützung vor Ort.

Für die zahlreichen Einsatzkräfte wurden außerdem rund 200 Essen sowie warme und kalte Getränke bereitgestellt.

Landrat Martin Meier hat einen Krisenstab eingerichtet. Die Ermittlungen und der Polizeieinsatz laufen weiter.

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