Sparmaßnahme
Beamte: Regierung streicht Stellen, Gewerkschaft warnt
Hier die Story im Oe24 E-Paper lesen
Schon im Dezember gab Beamten-Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) bekannt, dass die Regierung 2.600 Planstellen bis 2030 abbauen will. Jeder zweite Beamte - beispielsweise nach einer Pensionierung - soll demnach nicht nachbesetzt werden. Das entspricht sechs Prozent des Verwaltungsdienstes.
Im Finanzministerium dürfte die Zahl des Planstellen-Abbaus nun fixiert worden sein. Bei insgesamt 11.000 Mitarbeitern des Finanzressorts sollen 500 Planstellen abgebaut werden. Das Finanzministerium erklärt auf oe24-Anfrage, dass der Personalabbau mittels Digitalisierung und besseren Effizienzen abgefedert werden soll.
Gewerkschaft mit scharfer Kritik
Gänzlich anders sieht das die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) im Finanzressort. Via Aussendung warnt die Vorsitzende der GÖD-Finanzgewerkschaft, Christine Pernsteiner: "Dieser Jobabbau gefährdet nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, die ohnehin längst am Limit arbeiten, sondern ist ein direkter Anschlag auf das staatliche Service für die Bürgerinnen und Bürger".
Ministerium: Nicht "zu Lasten der Leistungen"
„In Zeiten der notwendigen Budgetkonsolidierung müssen alle einen Beitrag leisten. Die Bundesregierung bekennt sich dazu, auch in der Verwaltung einzusparen, ohne dass es zu Lasten der Leistungen für die Bevölkerung geht", heißt es aus dem Finanzministerium gegenüber oe24. Stattdessen werde die Verwaltung effizienter gestaltet. "Das geschieht etwa durch den Einsatz von KI und Digitalisierung, die Modernisierung der Finanzverwaltung, die Neuausrichtung von Strukturen und die bessere Nutzung von Ressourcen. Das BMF und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Kernaufgaben auch weiterhin verlässlich erfüllen.“
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden