Chefposten

ORF: 7 Kandidaten fix im Hearing

© APA/ROLAND SCHLAGER
Drei Stiftungsräte haben bekannt gegeben, wen sie zum Hearing einladen. Direkt danach wird die neue Person an der Spitze des ORF gewählt.
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Schon am Donnerstag wird der neue ORF-Chef gewählt. Bereits am Montagabend läuft auf ORF 3 die Videopräsentation der Kandidaten für die Spitze des Rundfunks. Die Nominierungen für die Hearings sind jetzt schon für sieben Kandidaten fix.

Wer ORF-Generaldirektor wird, das entscheidet sich im offiziellen Hearing diesen Donnerstag, das aus Präsentation und Fragerunde besteht. Bei der anschließenden Wahl bestimmen die 35 Stiftungsräte die neue Person an der ORF-Spitze.

Wie oe24 von Stiftungsrat Gregor Schütze bestätigt bekam, hat dieser folgende Personen für das ORF-Hearing nominiert: Eva Schütz, Lisa Totzauer, Kathrin Zierhut-Kunz, Robert Altenburger, Clemens Pig, Markus Breitenecker und Johannes Larcher.

Westenthaler: "Drei Frauen und drei Männer"

Stiftungsrat Peter Westenthaler sagt gegenüber oe24, dass er folgende Personen nominiert hat: "Drei Frauen, und zwar: Eva Schütz, Lisa Totzauer, Kathrin Zierhut-Kunz sowie drei Männer, nämlich: Robert Altenburger, Markus Breitenecker und Clemens Pig."

Westenthaler kündigt an, dass er "brenzlige Fragen stellen" wird.

Stiftungsrats-Chef Lederer nominiert vier

Heinz Lederer, der dem ORF-Stiftungsrat vorsitzt, bestätigt oe24 seine vier Nominierungen: Lisa Totzauer, Clemens Pig, Johannes Larcher und Markus Breitenecker. "Ich habe die Entscheidung auf Basis der eingereichten Konzepte getroffen", betont er.

Das Kandidatenfeld sei "sehr stark" und müsse keinen internationalen Vergleich scheuen.

ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer © APA/GEORG HOCHMUTH

Lederer geht von weiteren Nennungen aus, die rein rechtlich noch am Wahltag am Donnerstag erfolgen können. Die Gremienmitglieder wurden aber gebeten, bis Montagmittag ihre Nominierungen einzureichen.

Fix dabei sind bis jetzt:

  • Clemens Pig
  • Lisa Totzauer
  • Kathrin Zierhut-Kunz
  • Robert Altenburger
  • Eva Schütz
  • Markus Breitenecker
  • Johannes Larcher

Wahl

Um in den ORF-Chefsessel zu gelangen, ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen nötig. Erhält keine Bewerberin bzw. kein Bewerber im ersten Wahlgang zumindest 18 der 35 Stimmen, ist ein zweiter Wahlgang nötig, bei dem nur noch die beiden im ersten Wahlgang stimmenstärksten Kandidaten zur Wahl stehen. Heinz Lederer, der Vorsitzende des Stiftungsrats, entscheidet bei Stimmengleichheit.

ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer sagt: "Vor der Wahl muss jeder Stiftungsrat nachvollziehbar und transparent im Gremium der Stiftungsräte darlegen, welche Kandidaten er stark fand und welche nicht." Das wird protokolliert, erreicht aber nicht die Öffentlichkeit.

“Wir haben einen hervorragenden Prozess aufgesetzt und international sehr starke Kandidatinnen und Kandidaten gewonnen.”

ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer

Falls es zu Anfechtungen der Wahl kommen sollte, werden die Protokolle im Gericht den Befugten vorgelegt. Davon geht Lederer derzeit nicht aus. "Wir haben einen hervorragenden Prozess aufgesetzt und international sehr starke Kandidatinnen und Kandidaten gewonnen." Er betont, dass siche "Top-Shots" beworben haben, trotz der aktuellen Schwächephase des ORF, der wegen Compliance-Vorwürfen gegen hochrangige Mitarbeiter und der Diskussion um die politische Beeinflussung der Stiftungsräte schlechte Nachrede hat.

Die Wahl selbst läuft geheim ab. Aber auf namentlich gekennzeichneten Stimmzetteln. "Ein Relikt aus der Schüssel-Ära", sagt Lederer zu oe24. Er spricht sich dafür aus, die namentliche Kennzeichnung der Stimmzettel abzuschaffen. Derzeit sei es aber noch gesetzlich vorgeschrieben, so zu wählen.

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