Regierung
Nach UN-Wahl: Wirbel um Video von Außenministerin
Umarmungen, einiges an Emotion - und viel Diplomatie. In einem auf Twitter veröffentlichten Video feiert Außenministerin Beate Meinl-Reisinger den österreichischen Erfolg bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat. Österreich konnte ja Deutschland ausstechen und einen von zwei Sitzen bekommen.
Nun, in dem Video ist an nicht unprominenter Stelle aber eine umstrittene Persönlichkeit zu sehen, nämlich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi - also der Repräsentant des unmenschlichen Mullah-Regimes, eines Terror-Drahtziehers und eines kriegsführenden Landes.
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Daniel Kapp, Wiener Kommunikationsberater und erklärter Unterstützer Israels, ist empört. "Bedankt sich @BMeinl hier allen Ernstes in einem Insta-Video des @MFA_Austria beim Außenminister der islamistischen Republik Iran, Abbas Aragchi, für die Unterstützung bei Österreichs UN-Sicherheitsratskandidatur? Das sind also unsere neuen Freunde?", postet er auf X (ehemals Twitter).
ÖVP-Politiker zeigt sich ebenfalls entrüstet
Kapps Posting findet einiges an Resonanz. So schreibt der ÖVP-Delegationsleiter im Parlament, Reinhold Lopatka - seine Partei ist immerhin in einer Koalition mit den NEOS. "Bedauerlich, stümperhaft, unentschuldbar, sollte es stimmen!"
Ministerium versucht zu beruhigen
Im Außenamt versucht man, die Wogen zu glätten. Das Video stelle einfach die diplomatischen Bemühungen Meinl-Reisingers dar, sie habe im letzten Jahr 150 Ländervertreter getroffen. Beim Iran könne man sich schon deshalb nicht bedanken, weil man nicht wisse, ob der iranische Vertreter Österreich überhaupt gewählt habe. Das Video sei ein Dank vor allem an die österreichische Delegation sowie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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