Mbappé, Kane & Co.
Wer stoppt Messi? Das Rennen um die Torjäger-Krone
Besser hätte Lionel Messi in diese Weltmeisterschaft kaum starten können. Beim souveränen 3:0-Auftaktsieg des Titelverteidigers gegen Algerien zauberte der Argentinier einen Hattrick auf den Rasen – und schrieb ganz nebenbei Geschichte. Mit seinen WM-Treffern Nummer 14, 15 und 16 zog der 39-Jährige mit Rekordtorschütze Miroslav Klose gleich. Und das nach gerade einmal einem Spiel!
Kein Wunder also, dass beim nächsten Gegner Österreich der Respekt riesig ist. "Dass Messi mit einem Hattrick loslegt, ist Wahnsinn. Gott sei Dank hat er ihn jetzt gemacht und nicht gegen uns", sagte ÖFB-Kapitän David Alaba vor dem Montags-Kracher (19 Uhr/live auf Servus TV) gegen die Gauchos.
Kanadas-Tormaschine kommt auf Touren
Messi führt damit nicht nur Argentinien an, sondern auch das Rennen um den Goldenen Schuh. Doch der Superstar ist längst nicht der Einzige, der sich Hoffnungen auf die Torjäger-Krone machen darf.
Denn ausgerechnet Kanada hat einen Mann in Stellung gebracht, der dem Weltmeister auf den Fersen ist. Rekordtorschütze Jonathan David, explodierte nach einem durchwachsenen Auftakt (1:1 gegen Bosnien) förmlich und schoss sich mit einem Hattrick ins Rampenlicht. Plötzlich träumt Kanada nicht nur vom Achtelfinale, sondern von einer echten Sensation.
Mbappé jagt die nächste Krone
Hinter dem Führungsduo wird die Luft dünn. Mit Kylian Mbappé, Harry Kane und Erling Haaland lauern gleich drei der gefährlichsten Stürmer des Planeten auf ihre Chance.
Mbappé meldete sich mit einem Doppelpack für Frankreich standesgemäß im Turnier an. Der Franzose kennt den Goldenen Schuh bereits – 2022 gewann er die Wertung mit acht Treffern und schoss sich trotz der Finalniederlage gegen Argentinien in die Geschichtsbücher. Auch diesmal gehört der Star von Real Madrid zu den heißesten Anwärtern. Zwar verlief seine Saison nicht ganz so spektakulär wie manche erwartet hatten, doch 44 Pflichtspieltore sprechen eine deutliche Sprache.
Kane & Haaland in Lauerstellung
Nicht weniger gefährlich präsentiert sich Harry Kane. Der England-Kapitän schoss Bayern München mit 36 Bundesliga-Toren zum Meistertitel und bewies mit seinem Doppelpack zum WM-Auftakt, dass seine Torquote auch auf der größten Bühne stimmt.
Und dann wäre da noch Erling Haaland. Der Norweger erzielte zwei Treffer gegen den Irak und wirkt so hungrig wie selten zuvor. Für Norwegen ist es die erste Weltmeisterschaft seit 1998 – und Haaland scheint entschlossen, daraus eine ganz besondere zu machen. Auch Deutschland darf hoffen. Kai Havertz traf beim furiosen 7:1 gegen Curaçao doppelt und brachte sich früh in Stellung.
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Kann Messi den nächsten Rekord knacken?
Doch im Moment dreht sich vieles um Messi. Der Weltmeister von 2022 wirkt trotz seiner 39 Jahre fitter, frischer und vor allem torgefährlicher denn je. Nach seinem MLS-Goldenen Schuh im Vorjahr könnte nun die nächste persönliche Auszeichnung folgen. Und vielleicht sogar noch mehr.
Denn diese WM bietet die perfekten Voraussetzungen für einen neuen Torrekord. Mit 48 Teams und 104 Spielen ist das Turnier größer als jemals zuvor. Mehr Spiele bedeuten mehr Chancen – und mehr Chancen bedeuten mehr Tore. Der Rekord, den alle jagen, stammt allerdings aus einer anderen Fußball-Epoche. Frankreichs Just Fontaine erzielte 1958 sagenhafte 13 Treffer in nur einem Turnier. Bis heute hat niemand diese Marke erreicht.
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