Kreativ

Die Ästhetik des Industriemülls: Sochurek

Sochureks Atelier in einer stillgelegten Molkerei in Ober-Grafendorf.
© ORF/Elisabeth Czastka
Farbe, Noppenfolie und Plexiglas: In seinem Loft-Atelier in einer stillgelegten Molkerei in Ober-Grafendorf verschmilzt der Künstler Josef Friedrich Sochurek Industriematerialien mit modernem Design.
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Hier sind Werke aus all seinen Schaffensperioden versammelt – von bekannten Flugobjekten über dreieckige Bilder mit Aluminiumrohren bis hin zu neuesten Arbeiten, die sich der reinen Farbe widmen.

Internationale Werke - eines sogar gestohlen

Mit geometrischen Grundformen schafft er auf fluoreszierendem Plexiglas besondere Szenarien und nutzt Noppenfolien für neue Strukturen. Sochureks Kunst ist auch international gefragt. Bei einer Schau in New York wurde sogar einmal ein Werk von der Wand gestohlen und anschließend von der Galerie ersetzt. Wegweisend waren für ihn die 90er-Jahre, in denen er sich zunehmend vom grafischen Charakter löste. Sein damaliges Atelier auf dem Gelände der St. Pöltner Glanzstoff-Fabrik bezeichnet er heute als sein "goldenes Zeitalter". Das Umfeld der riesigen Werkshallen prägte ihn nachhaltig; rechtzeitig geretteter Industriemüll erhielt als Kunstwerk eine völlig neue Funktion. Als seine wildeste Arbeit gilt eine 1998 eröffnete, neun Meter hohe Installation aus 900 Metern Aluminiumschläuchen beim Landhaus in St. Pölten. Später folgten der Werkblock "Windows", Arbeiten mit Farbtafeln, das Kreuz-Motiv und eine leuchtende Kaisersemmel-Serie. Anlässlich seines 80. Geburtstags würdigen mehrere Ausstellungen sein Schaffen, etwa im August in Krems und nächstes Jahr in St. Pölten.

"Ich verwende Materialien aus unserer Zeit", sagt Sochurek, während er an einer Acrylplatte hantiert. Mit Grundformen wie Dreiecken und Kreisen erarbeitet er sich Szenarien, die auf fluoreszierendem Plexiglas umgesetzt werden, mit Noppenfolien schafft er Strukturen.

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