Podest verschenkt?

Ferrari-Boss ist sauer auf Lewis Hamilton

Zwei Männer, einer im Ferrari-Hemd, sprechen beim Formel-1-Rennen in Baku miteinander.
© APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC
Dicke Luft bei der Scuderia Ferrari nach dem GP von Singapur.
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Das Formel-1-Wochenende in Singapur endete für Ferrari mit einer herben Enttäuschung – und mächtig dicker Luft in der Boxengasse. Teamchef Frédéric Vasseur ist nach dem Rennen stinksauer auf Lewis Hamilton. Der Brite hatte eine teaminterne Anweisung missachtet und damit ein sicher geglaubtes Doppelpodium leichtfertig weggeworfen.

Dabei sah lange Zeit alles nach einem starken Mannschaftsergebnis für die Scuderia aus. Doch ausgerechnet eine entscheidende Phase in der Schlussphase des Nacht-Hitzefightings brachte das Ferrari-Lager zum Kochen.

Schwerer strategischer Fehler

In Runde 39 neutralisierte eine Virtual-Safety-Car-Phase (VSC) das Rennen – die perfekte Chance für einen günstigen Reifenwechsel. Ferrari reagierte sofort: Während Teamkollege Charles Leclerc plangemäß an die Box geholt wurde, funkte die Pitwall auch Hamilton herein.

Doch der Rekordweltmeister blieb draußen, verpasste die Boxeneinfahrt (oder entschied sich im entscheidenden Bruchteil einer Sekunde dagegen) und pokerte auf alte Pneus. Ein schwerer strategischer Fehler, wie sich kurz darauf bitter rächen sollte.

"Entscheidung lag bei Lewis"

Teamchef Frédéric Vasseur machte nach dem Rennen aus seinem Frust keinen Hehl. Der Franzose stellte unmissverständlich klar, dass die Entscheidung gegen den Boxenstopp allein von Hamilton ausging und man so wertvolle WM-Zähler und ein mögliches Doppelpodium weggeworfen habe.

“Die Entscheidung, auf der Strecke zu bleiben, lag bei Lewis. Wir haben beide Autos unter VSC an die Box gerufen. Aber Lewis hat die Einfahrt verpasst, und das ist jammerschade, denn er wäre Dritter geworden", haderte Fred Vasseur.”

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur

Hamilton selbst zeigte sich im Ziel einsichtig und übernahm die volle Verantwortung für das verpatzte Finale. Über den Boxenfunk und in den anschließenden Interviews bat er sein Team um Entschuldigung: "Es tut mir leid, Jungs. Ich habe euch heute im Stich gelassen. Es war meine Entscheidung..."

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