Großer Bruch

FIS-Streit eskaliert: Droht jetzt sogar Kitzbühel-Aus?

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Die großen Verbände drohen offenbar bereits mit Rückzug aus dem Weltcup
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Der internationale Skisport steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Bei der Präsidentschaftswahl des Ski-Weltverbandes FIS am 11. Juni in Belgrad geht es längst nicht mehr nur um die Zukunft von Amtsinhaber Johan Eliasch. Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf, der die Skiwelt nachhaltig verändern könnte.

Wie der Schweizer "Blick" berichtet, haben sich zahlreiche große Skinationen gegen eine weitere Amtszeit des schwedisch-britischen Unternehmers formiert. Eliasch, der seit 2021 an der Spitze des Weltverbandes steht, kämpft um seine Wiederwahl. Mit der Britin Victoria Gosling und dem Liechtensteiner Alexander Ospelt treten ihm zwei Herausforderer gegenüber, die einen deutlich anderen Führungsstil versprechen und auf mehr Transparenz sowie Zusammenarbeit setzen.

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Großer Bruch

Besonders brisant: Die Kritik an Eliasch kommt inzwischen nicht mehr nur aus dem Hintergrund. Vor allem die traditionellen Ski-Nationen wie die Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Kanada und die USA sollen laut "Blick" geschlossen hinter Ospelt stehen.

Im Zentrum der Kritik steht die finanzielle Entwicklung der FIS. Nach Angaben des Schweizer Mediums soll das Vermögen des Weltverbandes während Eliaschs Amtszeit von rund 130 Millionen auf lediglich 43 Millionen Schweizer Franken geschrumpft sein. Offiziell bestätigt wurden diese Zahlen bislang nicht. Dennoch sorgen sie innerhalb der Verbände für erhebliche Unruhe.

Für zusätzlichen Zündstoff sorgte zuletzt der Rücktritt von FIS-CEO Urs Lehmann. Laut "Blick" soll Lehmann gegenüber Vertretern von Swiss-Ski ein alarmierendes Bild der finanziellen Lage gezeichnet haben. Demnach drohe dem Verband innerhalb weniger Jahre sogar die Zahlungsunfähigkeit, falls der bisherige Kurs unverändert fortgesetzt werde. Kurz nach diesen Aussagen trat Lehmann überraschend von seinem Posten zurück.

Die Ereignisse haben den ohnehin angespannten Wahlkampf weiter verschärft. Viele Beobachter sehen in dem Rücktritt einen schweren Rückschlag für Eliasch. Ob dies jedoch ausreicht, um seine Wiederwahl zu verhindern, bleibt offen.

Kitzbühel, Wengen und Co.

Denn bei der Abstimmung verfügen nicht nur die großen Ski-Nationen über Stimmrechte. Insgesamt sind 80 nationale Verbände stimmberechtigt. Viele kleinere Ski-Nationen gelten weiterhin als Unterstützer des amtierenden Präsidenten. Während Länder wie die Schweiz mehrere Stimmen besitzen, könnten zahlreiche kleinere Verbände gemeinsam den Ausschlag geben. Eliasch hatte in den vergangenen Jahren gezielt den Kontakt zu diesen Nationen gesucht und ihre Interessen stärker berücksichtigt.

Die Konsequenzen der Wahl könnten weit über einen bloßen Personalwechsel hinausgehen. Sollte Eliasch erneut gewählt werden, droht nach Informationen des "Blick" ein offener Konflikt zwischen der FIS und den großen Skiverbänden. Hinter den Kulissen wird demnach bereits über Alternativen diskutiert. Im Extremfall könnten traditionsreiche Rennen wie Wengen, Kitzbühel, Adelboden, Val d’Isère oder Bormio künftig außerhalb der FIS-Strukturen organisiert werden.

Noch handelt es sich dabei um ein theoretisches Szenario. Doch allein die Tatsache, dass ein solcher Schritt überhaupt diskutiert wird, verdeutlicht die tiefe Spaltung innerhalb des internationalen Skisports.

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