Neue Vorwürfe

FIS versinkt vor Saisonstart im totalen Chaos

Skisprung-Renndirektor Sandro Pertile.
© GEPA pictures/ Thomas Bachun
Bei der FIS ist Feuer am Dach. Kurz vor Saisonstart versinkt der internationale Skiverband im Chaos.
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In wenigen Wochen startet die neue Wintersport-Saison. Doch kurz davor sorgen einige Entscheidungen für Wirbel hinter den Kulissen. Im Fokus sind vor allem die Verantwortlichen bei den alpinen Skifahrern und bei den Skispringern.

Vergangene Woche kündigte FIS-Renndirektor Markus Waldner zurück, doch auch bei den Skispringern wird im Hintergrund offensichtlich viel gestritten. Grund sind brisante Vorwürfe aus dem Lager der Slowenen gegen die Verantwortlichen der FIS.

Eine Entscheidung beim Kontinentalcup-Bewerb in Klingenthal hat das Fass nun zum Überlaufen gebracht. Domen Prevc, Dominator der vergangenen Saison, wurde wegen eines zu langen Anzugs disqualifiziert. Die Folge ist eine Gelbe Karte, die der 27-Jährige in den kommenden Weltcup-Winter mitnimmt. Ein weiteres Vergehen und er ist für ein Springen gesperrt.

Heftige Vorwürfe

Doch das ist noch nicht alles. Denn hinzu kommt, dass den Slowenen dadurch ein zusätzlicher Quotenplatz entgangen ist. Das hat bei Slowenen-Chefcoach Robert Hrgota das Fass zum Überlaufen gebracht. "Am Ende können wir schauen, welche drei Nationen die zusätzliche Quote bekommen haben und aus welchen Nationen die Kontrolleure kommen", schießt er in der Tageszeitung "Dnevnik" gegen die Materialkontrolleure.

Sloweniens Skisprung-Cheftrainer Robert Hrgota.
Sloweniens Skisprung-Cheftrainer Robert Hrgota. © GEPA pictures/ Thomas Bachun

Einmal in Fahrt, ledert er richtig los: "Wir wissen, dass sie den Besten der vergangenen Saison beziehungsweise denjenigen, der an der Spitze steht, am meisten kontrollieren werden." Gewinner der Disqualifikation sind vor allem Österreich, Deutschland und die Schweiz, denen dadurch ein zusätzlicher Quotenplatz zugesprochen wird.

Wettkampfrhythmus für Prevc

Laut Hrgota war der zusätzliche Startplatz zwar nicht der Grund für das Prevc-Antreten im Kontinental-Cup, sondern vielmehr, dass der Superstar in den Wettkampfrhythmus kommt. Die Konsequenzen sorgen allerdings dennoch für Ärger.

Am 20. November findet der erste Bewerb in Lillehammer statt. Bis dahin sollten die Wogen allerdings geglättet sein. Hrgota möchte die Dominanz des Vorjahres fortsetzen und hofft nun, dass die Entscheidung den Konkurrenzkampf in seinem Team steigert. 

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