Wirtschaftsminister

Hattmannsdorfer will Rot-Weiß-Rot-Karte reformieren

ABD0112_20260326 - Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) im Rahmen einer Pressekonferenz des Wirtschaftsministeriums zu ?Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG)', am Donnerstag 26. März 2026 in Wien. - FOTO: APA/MAX SLOVENCIK
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Von mehr als 12.000 Rot-Weiß-Rot-Karten für qualifizierte Zuwanderer entfallen lediglich 60 auf Selbstständige und Start-ups, betonte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
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Daher müsse man die Rot-Weiß-Rot-Karte stärker als Standortinstrument ausrichten, um Unternehmer, Gründer und Investoren nach Österreich zu holen, so der Minister laut einer Aussendung des Wirtschaftsministeriums. Dabei verwies er auf die Economica-Studie "Unternehmermigration nach Österreich".

ABD0109_20260616 - WIEN - ÖSTERREICH: Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) am Dienstag, 16. Juni 2026, anl. der Eröffnung des Österreichischen Tourismustags im Austria Center Vienna in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER
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Allerdings bedürfe es mehrerer Maßnahmen, um Unternehmer für den Standort Österreich zu gewinnen. So müssten die Verfahren schneller mit klaren Entscheidungsfristen abgewickelt werden. Statt eines starren Punktesystems sollte es für die Antragsteller weniger Bürokratie geben. Der unternehmerischen Erfahrung sollte mehr Augenmerk geschenkt werden als Formalabschlüssen.

Der Innovationsbegriff müsse breiter gefasst werden und auch digitale Dienstleistungen, Plattformmodelle und kreative Geschäftsmodelle umfassen. Im Rahmen der Industriestrategie bedürfe es weiterer Erleichterungen für Schlüsseltechnologien. Zudem sollte Englisch als gleichwertige Geschäftssprache gelten. Aber auch ein aktiveres Standortmarketing erhofft sich Hattmannsdorfer.

Bis zu 155 Mio. Euro Bruttowertschöpfung

"Für den Standort zählt nicht, ob jemand perfekt in ein altes Formular passt", sagte Hattmannsdorfer. "Entscheidend ist, ob jemand Wertschöpfung bringt." Dabei verwies der Wirtschaftsminister auf eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Economica. Die Bruttowertschöpfung eines unternehmerischen Projekts kann demnach innerhalb von fünf Jahren zwischen 13,6 Mio. Euro und 155 Mio. Euro liegen. Bei einem moderaten Szenario komme man der Studie zufolge auf 77,3 Mio. Euro Bruttowertschöpfung und durchschnittlich 157 Beschäftigte pro Projekt.

Die Investitionen belaufen sich je nach Unternehmensgröße innerhalb des Zeitraums auf 15 Mio. Euro bis 150 Mio. Euro. Planbare Aufenthalts- und Verbleibeperspektiven erhöhen der Studie zufolge die Investitionsbereitschaft.

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