Jahrzehntelang stand er auf den höchsten Gipfeln der Erde, ohne von der Einschränkung zu wissen.
Nach einem Empfang war Messner mit extrem niedrigem Puls zusammengesackt. Zwei Tage später wurde ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt. Wann genau dies geschah, ließ er offen; bekannt ist jedoch, dass er bereits zwei Herzoperationen hatte. "Danach habe ich erfahren, dass ich einen angeborenen Herzfehler habe", berichtete er dem "Spiegel".
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Späte Diagnose: Herzklappeninsuffizienz
Wie Messner erläuterte, fließen bei ihm aufgrund einer Herzklappeninsuffizienz 20 Prozent des Blutes nicht in die vorgesehene Richtung. Erst als die Ärzte ihm den Befund nach der Schrittmacher-Implantation erklärten, erinnerte er sich an frühere Anzeichen: Schon als Kind sei ihm manchmal schwindelig gewesen und er sei einmal im Bus ohnmächtig geworden. Dass ihn sein Herz dennoch über Jahrzehnte und durch mehr als 100 Expeditionen trug, erfüllt ihn rückblickend vor allem mit Staunen.
Komplikationen bei Routine-OP
Zusammen mit seiner Ehefrau Diane sprach Messner auch über einen weiteren Eingriff im Sommer: Bei einer Routine-Operation wegen zweier älterer Leistenbrüche kam es zu einer inneren Blutung im Bauchraum, die ihn stark schwächte. Seine Frau habe erlebt, wie schnell Reinhold Messner wieder zurück ins Leben gewollt habe.
Offener Umgang mit dem Alter
Offen blickt der 82-Jährige auf die Veränderungen des Alters: Gleichgewicht, Orientierung und Ausdauer lassen nach. "Das gehört zur Realität meines Alters", so Messner. Dennoch könne er weiterhin gehen, reisen, denken und neugierig bleiben. Ein Grab wünscht er sich nicht – nur einen friedlichen Abschied ohne Schmerzen, wenn seine Zeit gekommen ist.
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