Baustellen-CHaos

Kult-Döner-Chef Ferhat sperrt Lokal zu

Mehrere Mitarbeiter bereiten Döner in einer Dönerbude mit großen Fleischspießen zu.
© Ferhat Döner
Für Ferhat Yildirim läuft es in Favoriten derzeit nicht nach Wunsch. Der Gastronom hat sein  Restaurant "Kulu" in der Favoritenstraße vorübergehend geschlossen. Grund dafür sind Bauarbeiten unmittelbar vor dem Lokal.
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Mit seinem Kult-Betrieb "Ferhat Döner" sorgt Gastronom Ferhat Yildirim weit über die Grenzen Österreichs hinaus für Furore und zieht täglich hungrige Massen an. Nur wenige Schritte entfernt bietet sich derzeit allerdings ein völlig anderes Bild. Sein elegantes, zweistöckiges Restaurant "Kulu" in der Favoritenstraße ist verwaist. Rund ein Jahr nach dem Start musste das Lokal den Betrieb vorübergehend einstellen, weil direkt vor dem Eingang schwere Baufahrzeuge auffahren.

In der Wiener Gastro-Szene machten daraufhin rasch Gerüchte über ein endgültiges Aus die Runde. "Das Restaurant ist nicht dauerhaft zu, nur bis die Baustelle weg ist", stellt Ferhat Yildirim im Gespräch mit Österreichs größter Schülerzeitung "campus a college" klar.

Großbaustelle bremst Betrieb aus

Verantwortlich für das Absperrgitter ist die MA 28. Die Stadt lässt die Fußgängerzone aufwendig instand setzen und zugleich klimafit umgestalten. Für das Restaurant bedeutet das Staub und Lärm statt Kundschaft. Eigentlich stehen dort Spezialitäten wie Etli Ekmek sowie Spieße mit Lamm und Hendl auf der Karte, für die Gäste rund 20 Euro pro Grillteller bezahlen.

Nach Plänen der Stadtverwaltung sollen die Bauarbeiten noch bis zum 15. November dauern. Vor Ort sorgt der Zeitplan jedoch für Kopfschütteln. "Keiner weiß, wie lange die Baustelle noch da ist, nicht einmal die Bauarbeiter wissen das. Es sollte schon längst fertig sein", ärgert sich Yildirim über die Verzögerungen.

Neustart mit frischem Personal geplant

Modernes Café mit Holzmöbeln, großen Fenstern und begrüntem Deckenbereich, Blick auf Straße.
Das Restaurant Kulu in der Wiener Favoritenstraße ist derzeit geschlossen © Kulu/Richard Schuster

Die Zwangspause zieht spürbare Konsequenzen nach sich. Angestellte wurden gekündigt oder im benachbarten Döner-Geschäft untergebracht. Aufgeben kommt für den Gastronomen dennoch nicht infrage.  Sobald die Baustelle geräumt ist und der Gehsteig wieder ungehindert benützt werden kann, will der Wirt mit neuem Personal in der Favoritenstraße wieder voll durchstarten.

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