Mega-Projekt

Macron will "Dragon Ball Z"-Park mit Saudi-Millionen

Statue von Son Goku vor dem Bandai-Büro in Asakusa, Tokio, auf einem Gehweg stehend.
© Getty Images
Frankreich und Saudi-Arabien haben ein gigantisches Milliardenprojekt für drei neue Freizeitparks angekündigt. Bei Cergy-Pontoise nahe Paris soll unter anderem eine Anlage zu Dragon Ball Z entstehen.
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In der Region Cergy-Pontoise, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Paris, ist ein riesiges Freizeitprojekt geplant. Rund sechs Milliarden Euro – umgerechnet etwa 5,6 Milliarden Franken – sollen in den Bau von drei neuen Freizeitparks fließen. Hinter dem Vorhaben steht die saudische Qiddiya Investment Company, die eng mit dem Staatsfonds von Saudi-Arabien verbunden ist. Einer der Parks soll sich komplett der bekannten Anime-Serie Dragon Ball Z widmen. Welche Schwerpunkte die beiden anderen Anlagen haben werden, steht derzeit noch nicht fest.

Vergleich mit Disneyland Paris

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verkündete die Vereinbarung nach einem Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Auf der Plattform X erklärte Macron sinngemäß, dass es ein Vorhaben dieses Ausmaßes seit Disneyland Paris nicht mehr gegeben habe. Mehr als 20.000 neue Arbeitsplätze sollen durch das Projekt entstehen. Für den französischen Präsidenten fügt sich der Deal nahtlos in die Strategie ein, vermehrt ausländische Investitionen ins Land zu holen. Auf der anderen Seite baut Saudi-Arabien seit Jahren den eigenen Tourismus- und Unterhaltungssektor aus, um die Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu verringern.

Offene Fragen zur Lizenz

Trotz der großen Ankündigung gibt es beim geplanten Anime-Park noch ungeklärte Punkte. Gemäß Berichten der Zeitung Le Monde fehlt bislang offenbar die offizielle Genehmigung der japanischen Rechteinhaber. Die Markenrechte an Dragon Ball Z verteilen sich auf mehrere Parteien, darunter Toei Animation, Shueisha, Bird Studio sowie Bandai Namco. Ohne eine entsprechende Lizenz dürfen die Marken, Figuren und Welten der Serie nicht für den Park verwendet werden, was die Umsetzung erschweren könnte.

Anime-Kult erobert nun Europa

Die Serie Dragon Ball Z zählt weltweit zu den erfolgreichsten Anime-Marken überhaupt. Nach ihrem Start in den 1980er-Jahren in Japan entwickelte sie sich mit Filmen, Videospielen, Sammelfiguren und Merchandise-Produkten zu einem globalen Phänomen. Ein eigener Themenpark in der Nähe von Paris wäre ein bedeutender Schritt, da es in Europa bislang kaum große Freizeitparks gibt, die sich vollständig der japanischen Popkultur widmen.

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